Wann kommt Einkaufszentrum K1?

22_Shoppen (Foto: Archiv)

Während die Welt sich noch über die falsche Behauptung von Skyrunner Christian Stangl ärgert, wirklich den K2 bestiegen zu haben, kreisen die Gedanken in Kagran schon um das ähnlich lautende, geplante Einkaufszentrum K1. Schon lange gibt es die Pläne am Kagranerplatz 1 bis 4 dieses Gebäude entstehen zu lassen. Der Baubeginn war ursprünglich für August 2010 angesetzt, passiert ist bis dato aber nichts. Das sorgt für Unmut in der Bevölkerung. Ein großer Befürworter des Projektes K1 ist KPÖ-Spitzenkandidat Johann Höllisch.

Dringende Notwendigkeit
Für ihn ist die Notwendigkeit des Einkaufszentrum eindeutig gegeben, da die Nahversorgungssituation der Kagraner eindeutig verbesserungswürdig ist.
Bezirksvorsteher Norbert Scheed ist ebenfalls ein Freund des K1-Baus, kann den Fortschritt des Gebäudes aber auch nicht weiter vorantreiben, da es sich bei der Projektleitung um ein privates Unternehmen handelt. In der ­Bezirksvorstehung ist bisher auch nur bekannt, dass das K1 bis 2011 fertig gestellt werden soll. Ein Unterfangen, dass bei einer veranschlagten Bauzeit von zwanzig Monaten kaum umzusetzen zu sein wird.

Bessere Möglichkeiten
Höllisch hat indes weitere Ideen, wie man den Kagraner Platz aufwerten beziehungsweise anders nutzen könnte. Er verweist er auf den Neubau eines Objektes auf der anderen Seite des Kagraner Platzes. Dort gäbe es genügend Platz für den dringend erforderlichen Supermarkt.
Für Höllisch wäre es eine bessere Möglichkeit, den jetzt noch leer stehenden und unbebauten Platz als Sozialmarkt zu nutzen.

Vorbild: Kapfenberg
„Wir geben ernsthaft zu überlegen, ob das vorerst frei gebliebene Grundstück, statt für ein großes Einkaufszentrum nicht besser als Ort für ein künftiges soziales Zentrum (...) genutzt werden könnte“, schreibt der KPÖler in einem Brief an die Bezirksvorstehung. Vor Augen hat er dabei den bereits bestehenden Sozialmarkt in Kapfenberg, einer Einkaufseinrichtung, in der Menschen mit normalen Einkommen zu üblichen Preisen und Menschen mit einem Einkommen unter der ­Armutsgrenze gleichzeitig zu verbilligten Preisen einkaufen können.

Alternative: Wochenmarkt
Eine andere Idee wäre es den nicht verbauten Teil dieser Einrichtung als Wochenmarkt zu nutzen. Landwirtschaftliche Betriebe, besonders aus dem Bezirk, aber auch aus dem angrenzenden Niederösterreich, könnten dort ihre Produkt direkt zum Verkauf anbieten. Höllisch meint dazu: „Ein solcher würde das durch die Handelsketten oft einseitig dominierte Angebot an Lebensmitteln nachhaltig mit gesunden und frischen Produkten aus der Region erweitern“.

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