Bauskandal sorgt für Unruhe
Die Anrainer in der Agnesgasse scheinen machtlos. Dort wird ein kleines Areal „großzügig“ verbaut.
In der Sieveringer Straße 233 befindet sich jetzt zwar noch ein unbebautes Grundstück, das aber für Aufregung sorgt. Dort wurde ein massives Haus mit Dachgeschoss genehmigt, das rund siebeneinhalb Meter hoch ist.
„Abgesehen vom Verkehrschaos durch die Baustelle ist der Bau einer Schutzzone nicht gerade würdig“, ärgert sich Stephan Mussil. Für die Erweiterung seiner kleinen Solaranlage auf dem Dach bekam er wegen der Schutzzone keine Bewilligung. Auch andere Nachbarn sprechen sich gegen das Projekt aus.
Keiner war dagegen!
VP-Bezirksvorsteher Adi Tiller zeigt wenig Verständnis dafür: „Bei der Bauverhandlung waren zum einen nicht alle anwesend, zum anderen hat niemand Einspruch erhoben.“
Das bedeutet: „Da die Zustimmung der Behörden ebenfalls lückenlos vorliegt, darf der Bauherr das Projekt realisieren“, erklärt der Bezirkschef.
Mussil wütend: „Es kann nicht sein, dass in Wien mit heiklen Schutzzonen derart sorglos umgegangen wird!“

Wieso müssen sich die Anrainer um die Einhaltung einer bestehenden Schutzzone kümmern?? Selbiger Skandal zeichnet sich in der Schutzzone der Rathstrasse bei geplantem Supermarkt ab. War die zuständige Behörde (MA19) auch nur einmal an Ort und Stelle um sich das Ortsbild, welches es in Sievering und Neustift zu erhalten gilt, in Natura anzusehen???