Guter Zweck mit seltsamen Methoden - Rotes Kreuz
Sonntag 11:00 Uhr. Es klopft an der Wohnungstür. Ein Mitarbeiter in Uniform steht vor der Tür und bittet um eine einmalige Spende für das Röte Kreuz. Er würde das in der ganzen Wohnhausanlage machen. Na gut. Nachdem ich grundsätzlich spendenbereit bin, biete ich ihm Bares an. Nein, das könne er nicht nehmen, er dürfe dies nur mit Einziehungsauftrag machen!!!! Nun wurde ich misstrauisch. Ich lese mir also das Formular genau durch. "Natürlich sind die Spenden freiwillig und wir transportieren auch Leute, die nicht spenden" tönt es neben mir. Aha! Was muss ich da lesen? Deutlich steht auf dem Formular "Nicht für eine einmalige Spende". Sehr seltsam, zuerst war nur von einer solchen die Rede. "Na das wäre so gemeint, dass man einmalig einen Einziehungsauftrag" (den man grundsätzlich beliebig oft durchführen könnte) "erteilt, den man dann nächstes Jahr wiederholen könnte". Also grundsätzlich würde man einen unbefristeten Auftrag erteilen, fragte ich. "Naja wir rufen schon vorher an"
Was mich befremdet ist, dass hier anscheinend laufende Spenden erschlichen werden. Da sich nach einem Jahr keiner mehr genau erinnert was er hier unterschrieben hat, ein schlechtes Gewissen bekommt, wenn er dann die wiederkehrende Spende ablehnen würde und er auch gar nicht weiß, wie und wo er den Einziehungsauftrag beenden kann. Es gibt auch keine Widerrufsbelehrung.
Solche Haustürgeschäfte oder auch Keilerei war man ja bisher eher von Sekten, Zeitschriften usw. gewohnt, nicht vom angesehenen Roten Kreuz.
Ich habe den Einziehungsauftrag nicht unterschrieben und würde das auch nie tun. Zu fragwürdig sind diese Methoden. Übrigens, so wie mir erging es vielen im Bezirk und ich frage mich, wieviele Menschen unterschrieben haben ohne genau zu wissen, was sie unterschrieben haben. Ich halte das für Bauernfängerei und aus Konsumentenschutzsicht für mehr als grenzwertig!