Viel Wind um ein Hochhaus

Anrainer Walter Papst fordert eine umfassende Prüfung der Windgefährdung auf dem Wiedner Gürtel. (Foto: Anja Schmidt)

88 Meter hoch wird ein Gebäude auf dem Wiedner ­Gürtel ­gebaut. Anrainer ­befürchten Fallwinde.

(asc). „Auf der Donauplatte habe ich es selbst erlebt“, schildert Walter Papst die Gefährlichkeit von Fallwinden. Die Böen können sogar Erwachsene zu Sturz bringen.

Ein ähnliches Phänomen befürchtet der Sprecher der Bürger-Initiative „Bahnhof Wien“ für das Areal des künftigen Hauptbahnhofes.

Hotel und Büros
Der Grund: 88 Meter hoch soll ein Gebäude auf dem Wied­ner Gürtel künftig in die Höhe ragen. Walter Papst: „Das Gefahrenpotenzial dieses Vorhabens müsste genauestens geprüft werden“.

Die Nutzung des Gebäudes ist noch ungewiss. Der Flächenwidmungsplan wurde vor fünf Jahren im Gemeinderat beschlossen. Vorgesehen ist ein „gemischtes Baugebiet“ mit einem Hotel, Dienstleistungsbetrieben oder Büros.

ÖBB-Sprecher Herbert Ofner beruhigt auf bz-Anfrage die Anrainer: „Der künftige Inves­tor muss für den Bauplatz A.01 ein Architektur-Wettbewerbsverfahren abwickeln, darin wird auch das Thema Windbegutachtung zu behandeln sein.“

Teilinbetriebnahme des Hauptbahnhofes im Dezember 2012:
Vier Bahnsteigkanten und ein Durchfahrtsgleis werden ab dann zur Verfügung stehen. Die Südfassade Richtung Favoriten wird Ende des Jahres fertiggestellt sein. Die Fahrkartenschalter sind provisorisch in der künftigen Fahrradgarage untergebracht. Fernverkehrszüge werden den fertiggestellten Hauptbahnhof ab Dezember 2014 anfahren.

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