Die Messe fährt auf Strom ab.
Am 14. Juli wurden 23 neue E-Tankstellen für Elektroautos in den Parkgaragen der Messe Wien feierlich eröffnet.
Finanz- und Wirtschaftsstadträtin, Vizebürgermeisterin Renate Brauner durchtrennte gemeinsam mit Wien Holding-Geschäftsführerin Sigrid Oblak, der Geschäftsführerin der Wiener Messe Besitz GmbH Katharina Hofmann, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Reed Exhibition Messe Wien Johann Jungreithmair, dem Wien Energie-Geschäftsführer Robert Grüneis sowie dem Geschäftsführer der Schrack Technik GmbH, Wilhelm Großeibl symbolisch das rote Band vor einer der E-Zapfsäulen.
„Jetzt gibt es keine Ausreden mehr, wie: Ich würde mir ja ein Elektroauto anschaffen, aber es gibt keine Tankstellen dafür“, erklärte Brauner unisono mit Schrack Geschäftsführer Großeibl, dessen Unternehmen die Tankstellen in der Garage A, beim Kongresszentrum und in Block D installiert hat. Man müsse in neue Technolgien investieren, um sie voranzutreiben.
Bezirksvorsteher Gerhard Kubik machte an einer Tankstation gleich die Probe aufs Exempel und freute sich, dass gerade in seinem Bezirk, der so grün sei und in jeder Hinsicht aufstrebend, hier ein weiterer großer Schritt in die richtige Richtung erfolgt sei. Und auch die anderen Festredner betonten, dass ökologische Nachhaltigkeit und "grünes" Handeln täglich an Bedeutung gewinnen. Auch überschaubare Projekte wie die neuen 23 E-Tankstellen würden mithelfen, diese Initiative sinnvoll zu unterstützen.
Elektroautos sind noch Exoten
„In Wien gibt es derzeit erst einige Hundert Elektroautos, die meisten im Besitz von Firmen, aber auch einige Private. An jeder der neuen E-Tankstellen können bis zu 8 Autos gleichzeitig tanken,“ so Spezialist of E-Mobility Christian Martin von Schrack. Eine Erweiterung auf bis zu 10 Zapfsäulen pro Tankstelle sei technisch kein Problem. „Jetzt warten wir den tatsächlichen Bedarf ab.“
Vielleicht animieren die neuen Tankstellen ja doch einige, sich ein Elektroauto anzuschaffen. Im Prinzip könne man dort auch Laptops aufladen, die Spannung wäre die richtige, aber: „Der Stecker würde nicht ganz passen!“ Also doch besser vor dem Messebesuch den Computer aufladen. Das E-Auto kann dann in der Garage ungestört in 8 Stunden „volllaufen“. So lange braucht es nämlich an einer normalen E-Tankstelle.
Es gehe schließlich auch um eine umweltschonende Einspeisung mit Strom aus erneuerbaren Energien, erklärte Wilhelm Großeibl, der je nach Verfügbarkeit eingespeist werde.
