Wie viele Menschen in Österreich sind „ARM“ oder warum Kinder Geschäft der AlleinerzieherInnen sind. GESUNDES ÖSTERREICH!
Wir danken der Veröffentlichung der aktuellen Zahlen der Armutskonferenz und der Stat. Austria im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz aus Jänner 2011, gefunden in der Zeitschrift „gesundes Österreich“ 13. Jahrgang Nr. 3.
Diese Zahlen bestätigen unsere Studien, warum Kinder zum Faustpfand der Mütter werden wie diese in unserem Artikel: „Bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS), soziale Auswirkungen und dauerhafte Entsorgung von Unterhaltsverpflichteten“ veröffentlicht wurden. http://regionaut.meinbezirk.at/zillingtal/politik/...
Unsere genannten Vergleichszahlen: Alleinerzieher/in mit 1 Kind (2 Jahre) 1.500 Euro; Alleinerzieher/in mit 2 Kindern (5, 12 Jahre) 2.260 Euro Alleinerzieher/in mit 3 Kindern (9, 13, 15 Jahre) 3.010 Euro. Soziale Teilnahme an der Gesellschaft ist erst mit 1.203 Euro möglich, Medianeinkommen einer Alleinstehenden Frau ohne Kinder 1.167,42 Euro. 37% der Väter leben in manifester Armut, 26% sogar unter der Mindestsicherung, eine soziale Teilnahme an der Gesellschaft ist nicht möglich. Dazu kommt, Deprivation der Väter, deren Exklusion und PAS-Syndrom in Österreich (siehe Artikel: http://regionaut.meinbezirk.at/zillingtal/politik/...)
Artikel aus „gesundes Österreich“:
993.000 Menschen in Österreich, das sind zwölf Prozent der gesamten Bevölkerung sind „armutsgefährdet“. Das bedeutet, dass der Haushalt, in dem sie leben, über weniger als 60 Prozent des mittleren Pro-Kopf-Einkommens eines vergleichbaren Haushaltes in Österreich verfügt. Für einen Einpersonenhaushalt ist der Grenzwert 11.932 Euro pro Jahr
oder 994 Euro pro Monat. Zum Vergleich: Die Mindestsicherung in Österreich beträgt 2011 für Alleinstehende 753 Euro.
Je nach Haushaltsgröße gelten pro Monat folgende weiteren Grenzwerte für Armutsgefährdung:
Alleinerzieher/in mit 1 Kind (2 Jahre) 1.292 Euro
Alleinerzieher/in mit 2 Kindern (5, 12 Jahre) 1.590 Euro
Alleinerzieher/in mit 3 Kindern (9, 13, 15 Jahre) 2.087 Euro
Paar 1.491 Euro
Paar mit 1 Kind (2 Jahre) 1.789 Euro
Paar mit 2 Kindern (5, 12 Jahre) 2.584 Euro
Verschiedene Gruppen der Bevölkerung sind in besonders hohem Ausmaß „armutsgefährdet“. Das trifft unter anderem auf Haushalte zu, in denen langzeitarbeitslose Personen leben, auf Haushalte mit Sozialleistungen als Haupteinkommensquelle, auf Haushalte mit Migrantinnen und Migranten ohne EU- oder EFTA-Staatsbürgerschaft sowie auf Ein-Eltern-Haushalte und allein lebende Frauen ohne Pension.
Der Anteil an armutsgefährdeten Menschen wird statistisch errechnet. Als „manifest arm“ gelten Menschen hingegen, wenn sie armutsgefährdet sind und zusätzlich angeben, sich zumindest zwei der folgenden sieben Dinge nicht leisten zu können:
• die Wohnung angemessen warm zu halten
• regelmäßige Zahlungen in den vergangenen 12 Monaten rechtzeitig zu begleichen (Miete, Betriebskosten, Kreditraten, Gebühren für Wasser, Müllabfuhr und Kanal, sonstige Verpflichtungen)
• notwendige Arzt- oder Zahnarztbesuche in Anspruch zu nehmen
• unerwartete Ausgaben bis zu 950 Euro zu finanzieren
• neue Kleidung zu kaufen
• jeden zweiten Tag Fleisch, Fisch (oder entsprechende vegetarische Speisen) zu essen
• Freunde oder Verwandte einmal im Monat zum Essen einzuladen.
In Österreich sind 488.000 Menschen manifest arm. Das entspricht sechs Prozent der gesamten Bevölkerung.
Quellen: Nach www.armutskonferenz.at und „Armutsgefährdung und Lebensbedingungen in Österreich – Ergebnisse aus EU-SILC 2009“, Studie der Statistik Austria im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Jänner 2011.RM

Und das wird sich jetzt ändern - ABER es wird durch Regierungsmaßnahmen nicht gegengesteuert, sonder durch ein unausgewogenes "Spar"-paket massiv verschlechtert
Gerhard Schauderer