KOMMENTAR DER WOCHE 8/2012

Eigenverantwortung

Das Lawinenunglück des niederländischen Prinzen am Arlberg hat wieder die Diskussion betreffs Sicherheitsvorkehrungen hervorgerufen. Nun fordern Experten ein Gesetz für Lawinen-Airbags.

Jetzt stellt sich die Frage: Ist der Staat immer und überall verantwortlich für das Tun und Lassen seiner Bürger? Muss der Staat wirklich überall eingreifen, wo Menschen am Werk sind?

Natürlich muss es Gesetze, Verordnungen, Normen geben. Jeder Staatsbürger ist verpflichtet, Gesetze und Vorschriften zu beachten und zu respektieren. Die Exekutive hat sie zu kontrollieren, die Jurikative zu richten.
Doch all diese Regulative entlassen uns nicht aus unserer Eigenverantwortung. Als mündige Menschen sind wir für unser Tun verantwortlich. So sollte es also selbstverständlich sein, dass man in einen gesperrten Hang nicht einfährt, Lawinengefahrwarnungen nicht auf die leichte Schulter nimmt.
Viele von uns aber liegen bequem in der sozialen Hängematte und erwarten, dass der Staat, das Land, die Gemeinde, die Kammern, die Sozialversicherungsanstalten und ähnliche Institutionen für uns da sind. Sie sind auch dafür da, denn zu diesem Zweck sind sie ja geschaffen worden. Aber dennoch sind wir angehalten, unseren Beitrag zu leisten. Damit meine ich jedoch nicht nur Steuern und Abgaben abzuliefern, sondern unseren Hausverstand einzuschalten, um unnötige, durch Unverstand und Leichtsinn hervorgerufene Unfälle zu vermeiden, für die letztlich die Allgemeinheit aufkommen muss.
Alle jene aber, die das Abenteuer lieben und Nervenkitzel in Extremsportarten suchen (Freeclimber, Paragleiter, Extrembergsteiger, Motorsportler etc.), die sollen einen Extrabeitrag für die Krankenversicherung zahlen und nicht Normalsterbliche damit belasten!

Ihr

GR Ernest Zederbauer
WIR für WEITRA
Lange Gasse 174
3970 Weitra
0664/51 66 356
www.wirfuerweitra.at

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