Bahn-Diskussion endet im Streit
Thayatalbahn: Auflassungsbescheid ist rechtskräftig. Diskussionsrunde mit Strohmayer-Dangl, Zibuschka, Leitner und Petrovic brachte wenig Neues.
THAYA (pez). Das Interesse an der Bahn-Debatte und die Zukunft der Trasse der Thayatalbahn ist nach wie vor enorm, wie der bis auf den letzten Platz gefüllte Gemeindesaal in Thaya bewies. Obwohl politisch bereits fast fix, ist auch der „Thayarunde“ genannte Radweg nach wie vor umstritten. Auf Einladung des Vereins Neue Thayatalbahn und der Gewerkschaft vida diskutierten der Chef-Verkehrsplaner des Landes Friedrich Zibuschka, Bundesrat Kurt Strohmayer-Dangl, SP-Landesvize Josef Leitner und die Grünen-Klubchefin Madeleine Petrovic bei der Podiumsdiskussion mit dem Publikum. Das Fazit: Der Auflassungsbescheid für die Thayatalbahn ist mittlerweile rechtskräftig, so Strohmayer-Dangl. Der Radweg sei die einzig sinnvolle Lösung, da die veranschlagten sechs Millionen Euro nur für den Bau des Radweges zur Verfügung stünden. Verkehrsplaner Zibuschka ließ mit der Verlesung eines Schreibens, in dem sich die Geschäftsführung von Holzriese Stora Enso von den Berechnungen des Vereins Neue Thayatalbahn distanziert, und einem Versprechen aufhorchen: „Wir garantieren die Strecke ist erhalten, sie wird nicht verkauft.“ Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Leitner sprach sich - wie schon die Bezirks-SPÖ davor - erneut für einen Radweg neben den Bahngleisen aus („Bitte ruiniert‘s uns nicht die Trasse“), während Madeleine Petrovic von den Grünen wenig konkret eine „Neue Pionierphase für die Eisenbahn“ forderte.
In einer anschließenden heftigen und teilweise aggressiven Debatte wurden noch einmal die verhärteten Fronten in der seit Jahren laufenden Debatte offenbar: Tiefpunkt war die Rücktrittsaufforderung an Verkehrsplaner Zibuschka.
Die Argumente
Seit Jahren tobt der Streit um die Thayatalbahn, hier einige Argumente von Bahn-Befürwortern und Politikern im Überblick.
Pro Bahn
• Die Bahn ist wirtschaftlich zu führen und kostet den Bruchteil einer
Ortsumfahrung
• Neue Schätzungen gehen von Kosten von „nur“ 15 Millionen Euro für die
Wiedererrichtung aus
• Der Radweg wäre neben der Bahntrasse attraktiver
Pro Radweg
• Der Radweg kostet nur sechs Millionen, die Bahn 30.
• Der Radweg ist europaweit durch das ebene Terrain und zusammenhängende
100 Kilometer Strecke einzigartig
• Die Thayarunde soll über 20.000 Gäste anlocken
Der Kamp-Thaya-March-Radweg hat zwar stärkere Steigungen, dafür kann man aber auch oft beim Bergabfahren ausrasten. Die Steigungen auf der Thayatalbahn sind schwächer, dafür sind sie viele Kilometer lang. Viele Kilometer ununterbrochen leicht bergauf ist anstrengender als immer wieder ein wenig verschnaufen zu können. Wird jeder erfahrene Radfahrer bestätigen - und für Anfänger und Kinder ist eine 100-Kilometer-Runde ohnehin ungeeignet.
In Wien und Umgebung gibts genug flache Radwege, gut erreichbar und landschaftlich sicher nicht weniger interessant.
Am beliebtesten sind jene Radwege, die entlang von Bahnstrecken führen - weil man die Radtour jederzeit abbrechen und mit der Bahn weiter- bzw. zurückfahren kann. Siehe Donau-Radweg oder Reblaus-Expreß.
Aber wir sind es ja gewohnt, von unseren Politikern belogen zu werden. "Wir haben die Nebenbahnen doch nicht übernommen, um sie einzustellen...".
1)Ist der Radweg nicht einmal in NÖ einzigartig wenn (teilweise vom selben Planer) das gleiche auf der ebenfalls dann zerstörrten Trasse der Ybbystalbahn gemacht wird
2)Kosten die aufgrund des Schwerverkehrs notwendigen Ortsumfahrungen ein Vielfaches der Bahn
3)Ist dies in Zeiten von Ölkrise und massiver Feinstaubbelastung eine ökologische unsinnige Maßnahme Gleisanlagen durch Radwege zu ersetzen!
Also ich komme aus Waldkirchen und habe die Bahn als sie noch in Betrieb war leider nicht mehr gesehen. Was ich sehr schade finde! Man kann es ja einerseits verbinden. Ich würde gerne Radfahren, WENN ich es vielleicht mit dem Bahnfahren verbinden könnte. Damit könnte man unseren Nachbar auch etwas entgegen kommen. Denn diese haben laut einer Sendung auf ORF 2 kein Geld für neue Straßen. Man könnte den Holztransport der sehr stark zugenommen hat auf die Gleise verlegen..somit die Nerven vieler Autofahrer schonen und unseren Nachbarn helfen Geld zu sparen. Damit sie nicht alle paar Jahre neue Straßen bauen müssen. Die Straße von Fratres nach Waldkirchen wurde ja sehr schön ausgebaut aber es bringt leider absolut nichts da diese e von den LKWs plokiert werden. Und dann könnte man vielleicht mit unseren Nachbarland Tschechien Kompromisse schließen bzgl die Atomkraftwerke..Wie gesagt ich bin für die BAHN und teilweise gegen den Radweg. Wer will heutzutage bei uns Rad fahren? In der Wachau vielleicht da die Landschaft dort sehr schön ist und man verschiede Möglichkeiten hat. Aber bei uns? Was will man da groß machen..weit und breit keine Busverbindungen...usw!
Also BAHN vor!!
Richtig! Die Landschaft ist zwar ganz nett, aber nicht so aufregend, daß man deshalb extra weit anreisen würde.
Aber mittlerweile sollte doch ohnehin jeder wissen, daß der Radweg nicht für die Radfahrer gebaut wird, sondern nur, um die Wiederinbetriebnahme der Bahn langfristig zu verhindern. Die LKW-Frächter haben sich durchgesetzt.
Wie könnte so eine Radtour ausschauen?
Tja, da kommen dann diese 20.000 Gäste mit dem Auto ins Waldviertel und stellen ihr Auto ab. WO wird sich noch klären. Also ich zum Beispiel, stelle meine Auto dort ab, wo ich - wenn ich mit dem Rad wegfahre - es unter Umständen mit öffentlichen Verkehrsmittel wieder gut erreichen kann. Das ist in unserer Region praktisch nicht möglich. Also, diese Touristen werden ihr Auto "irgendwo" abstellen und losradeln.
Tja, und die armen Leutln müssen halt mit ihrer Energie gut haushalten, damit sie den Radweg dann auch noch zurück schaffen. Denn die wenigen Busse fahren zu solchen "Un-"Zeiten, dass sie weder von der arbeitenden Bevölkerung noch von den Urlaubern genützt werden können.
Vielleicht sollten wir die Holzlaster mit Fahrradanhängern ausstatten und dann könnten unsere neuen Touristen "hübsch" HOP ON und HOP OFF machen, wie in London und Wien.
Vielleicht könnten wir die Idee auch noch für die arbeitende Bevölkerung ausbauen und andere Schwerfahrzeuge einbeziehen (davon gibt es ja sehr viele die durchfahren) und unser aller Mobilitätsproblem wäre gelöst.
Na, aber mit der Thayatalbahn wär das alles viel schöner!
Gerüchte besagen, daß Bgm. Strohmayer-Dangl von LH Pröll ein schöner Karrieresprung versprochen wurde, wenn er die anderen Bürgermeister der Region dazu bringt, sich gegen die Bahn und für den Radweg einzusetzen. Natürlich gilt die Unschuldsvermutung!
Aus naivem Parteigehorsam heraus haben sich die Bürgermeister der Region von Strohmayer-Dangl überzeugen lassen. Auch hier gilt die Unschuldsvermutung!
Aber immer größere Teile der Bevölkerung kommen mittlerweile drauf, daß das Radwegprojekt Thayarunde auf lauter Lügen aufgebaut ist.
Ich gebe nur den Hinweis auf den Artikel "Brücken verbinden........."
Die "Idee", die Thayatal-Bahn zu einem Radweg "umzugestalten", kann nur den Verdacht erwecken, dass es Menschen geben muss, die perverse Lust daran verspüren, Teile des Waldviertels, sofern sie das Pech haben abseits wirtschaftlich potenter Regionen zu liegen, im wahrsten Sinn des Wortes zu entvölkern.
Frage: Sind diese Arbeitsplätze im Waldviertel - selbst in nur durchschnittlicher, geschweige denn hochwertiger Provenienz, ausreichend vorhanden?
Frage: Was bleibt den Waldviertlern (abs. geschlechtsneutral) anderes über, als in ein Gebiet zu übersiedeln, das ihnen ein halbwegs menschliches Überleben in Form eines akzeptablen Arbeitplatzes, sichert?
Frage: Können Überlegungen wirklichkeitsnah sein, ihnen zuzumuten, tagtäglich mindestens(!) 200 Km Autofahrt auf sich zu nehmen um einen derartigen Arbeitsplatz zu erreichen und das, wo Minister Mitterlehner vor Kurzem so treuherzig versicherte dass der „Trend nach oben“ bei den Kraftstoffen „nicht zu stoppen“ sei?
Frage: Ist es nicht zielführender, öffentliche Verkehrsmittel sprich Bahn, nicht lächerliche Autobusse – so auszubauen um damit Fahrzeiten zu erreichen. die auch im Industriegebieten auf sich genommen werden? Diese Ziele entspannt, nicht todmüde – zu erreichen?
Die Wiederbelebung der Thayatal-Bahn alleine, wird die Beantwortung dieser brennenden Fragen SICHER nicht erreichen. Doch das „Problem“ Thaytal-Bahn ist „lediglich“ ein regionspezifisches. Das wirkliche Problem ist ein generell das Waldviertel Betreffendes. Und nicht nur das, es betrifft auch eine europäische Region.
Ohne diese Diskussion auch nur im Geringsten ins politische Fahrwasser drängen zu wollen - die Aufforderung an Zibuschka, sein Amt als Verkehrsplaner zur Verfügung zu stellen, ist leider absolut verständlich. Die Erinnerung an sein Verhalten im Zuge der "Diskussion" um den Semmeringtunnel zu „verhindern“, ist zu stark. Auch dort ging es um niederösterreichische Probleme die durch Kurzsichtigkeit wie Justamentstandpunkten in Lächerlichkeit und für den österreichischen Steuerzahler sehr, sehr teuer endete.
Ps: Bezüglich der Kosten wäre ein Vergleich mit dem Flughafen Wien Desaster (wo doch genügend Mittel vorhanden waren) sehr ungerecht….
Der Radweg Thayarunde in seiner geplanten Form ist sicher in Europa nicht einzigartig. Erstens bleiben neben den beinahe ebenen Bahntrassen noch etliche Steigungsstrecken zwischen Raabs und Slavonice und zwischen Waidhofen und Großsiegharts.
Es gibt ja allein schon mit Donauradweg, Salzachtalradweg, Inntalradweg, Ennstalradweg, Murtalradweg, Drauradweg und Traisentalradweg schon etliche interessante und fast ebene Strecken in Österreich. Wobei die Thayarunde zumindest gegenüber dem Donauradweg und Drauradweg auch erhebliche klimatische Nachteile hat. Auch das nahe Tschechien bietet ähnliche Strecken mit weniger Steigungen in Südmähren und Südböhmen. An die Sinnhaftigkeit einer wieder eröffneten Bahnstrecke (vor allem wären die vielen Rundholztransporte aus Tschechien Richtung Waldhausen und Rastenfeld vom LKW auf die Bahn verlagerbar) bei weitem nicht heran.
Regionssfachmann Bürgermeister Strohmayer-Dangl, hat erfolgreich gearbeitet. Er kann "versichern", dass der Bau dieses wertvollen wie "wertschöpfenden" Radwegs "noch im Sommer" begonnen werden wird! Welche grandiose Leistung! Ein weiterer Beitrag dafür, dass man als Waldviertler - zumindest politisch - anderswo nicht mehr ernst genommen werden kann. Für die ÖVP ein weiterer Schritt unter die 20% Grenze. Vielleicht nicht jetzt, vielleicht auch nicht im Waldviertel, den hier lässt man sich ja noch brav und treu verschaukeln (um keinen anderen Ausdruck zu gebrauchen), was aber auch an "der Mentalität", sprich im Regionssdialekt: ...jo mei, es wird scho wia wern... liegen mag.
Die "vielen, vielen Förderungen", die in's Land strömen, scheinen das eigene Denken und noch mehr das Handeln - total auszuschalten. Aber vielleicht freut man sich anderswo über dieses Verhalten. Werden doch überall anders - nur nicht im Waldviertel - gute Leute freudig aufgenommen...
sehr geehrter herr mayer,
es ist bei weitem nicht so, dass die gesamte bevölkerung für einen radweg statt einer vollwertigen, grenzüberschreitendenen thayatalbahn ist.
dass die politiker/innen oft gegen die interessen der bevölkerung handeln, ist leider kein waldviertler spezifikum.
auch ist es nicht so, dass es in wien - oder anderswo - weniger leute gibt, die sich "verschaukeln" lassen.
kennt man das waldviertel genauer, erkennt man die große kreativität der dort lebenden menschen.
der verein "neue thayatalbahn" kämpft seit 20 jahren für die reaktivierung der thayatalbahn.
Mein Eindruck ist, dass es bei der politischen Diskussion Bahn - Radweg nicht um Radtourismus geht, sondern dass es das primäre Anliegen der Niederösterreichischen Landesregierung ist - wie im Ybbstal - durch Errichtung eines Radweges die Bahn zu demontieren und dauerhaft Verkehr von der Schiene auf die Straße zu verlegen.
Zur Fadenscheinigkeit der Argumente für den Radweg auf der Bahn wurden bereits zahlreiche Kommentare verfasst. Die Argumente für den Radweg überzeugen nicht, die "Einzigartigkeit" eines Thayaradwegs ist wohl sehr zweifelhaft (wenn ich etwas Einzigartigeres suche, würde ich in der Wachau oder zum Murursprung radeln, aber nicht an der Thaya).
Entscheidend ist, wie die Radfahrer zu dem bewussten Radweg kommen - mit der Bahn werden sie es dann nicht mehr schaffen.
Bei meinen zahlreichen Waldviertel-Urlauben habe ich mich gefragt, warum diese nette Landschaft bei internationalen Rucksack- und Radtouristen nicht beliebter ist, aber die Antwort ist, dass man mit der Bahn dort nicht hinkommt.
Jedernfalls aber würde es im Waldviertel mehr als genug Platz für einen Radweg NEBEN der Bahn geben, und ihn als Argument heranzuziehen, die Schieneininfrastruktur zu zerstören, ist wohl ausschließlich ein Zibuschka-Argument und kein touristisches.
Es gibt bereits sehr viele Wander- und Radwege neben der Thayatalbahn:
Grafische Übersicht:
http://www.uploadking.biz/show.php/147864_radwegei...
Rund um Waidhofen/Thaya gibt es bereits unzählige Radwege
zB Waldviertel-Radweg,
Kamp-Thaya-March Radroute (KTM-Radweg),
Bandlkramer-Radweg,
Thaya-Taffa-Wild-Rundradweg,
Thayatal-Radweg,
Ruine Buchensteintour (zw. Speisendorf und Raabs/Thaya)
und den ASTEG-Radrundweg (Anschlußstrecke von Göpritz/Wild).
7 Radwege
Des weiteren gibt es folgende (Weit)Wanderwege in der Region:
Thayatalweg (630);
Ostösterreichischer Grenzlandweg (07/E8) - Teil des E8 (Europäischer Fernwanderweg, Irland - Bratislava);
Kuenringerweg (611);
Thaya-Kamp-Weg (631);
der grenzüberschreitende Grasel-Weg
sowie der Niederösterreichische Landesrundwanderweg (NÖ-LRWW)
führt durch den Bezirk Waidhofen/Thaya neben der Thayatalbahn.
6 Wanderwege
Diese bereits vorhandenen und bekannten Wege können schnell und kostengünstig miteinander zu einer "Thayarunde NEU" neben der Thayatalbahn verbunden werden.
Ein optimiertes grenzüberschreitendes Tourismuskonzept, auch mit grenzüberschreitenden Rad- und Wanderwegen, ist um ein Vielfaches günstiger als ein Radweg auf der Bahn und kann rasch umgesetzt werden.
Dazu sind auch so gut wie keine Grundablösen notwendig, da bereits jetzt vorhandene Rad- und Wanderwege genutzt werden.
Die Aussagen bezüglich Radweg von den politischen "Verantwortungsträgern" als Ersatz für die Bahn sind von vornherein als Irreführung der aus ihren Augen für dumm und rückständig angesehenen Bevölkerung zu werten. Wer dies nicht durchschaut, auf den trifft vorige Aussage dann leider wirklich zu. Radwege, wenn sie doch so toll wären, hätte man schon lange bei vielen anderen, längst eingestellten, Nebenbahnen verwirklichen können, was wahrscheinlich aber aus gutem (nämlich finanziellen) Grund nicht geschehen ist.
Vielmehr sollte man sich von Seiten der Bahnbefürworter einmal überlegen, ob die Thaytalbahn in ihrer Gesamtheit und der umgebenden und begleitenden Landschaft nicht eine Nominierung für ein Weltkulturerbe wert wäre. Dann sehe die Sache vielleicht anders aus. --> Information bei Alliance for Nature --> www.alliancefornature.at/
Auch wurde meines Wissens auch noch nicht bezüglich eines ETZ-Projektes etwas konkret angedacht --> ETZ=Europäische territoriale Zusammenarbeit --> http://www.raumordnung-noe.at/dynamisch/showcontai...
Immerhin stehen hier auch einige Millionen Euro auf Abruf.
Ein wichtiges Faktum wäre sicher die weitere Mobilisierung und Motivierung der betroffenen Bevölkerung die in Niederösterreich leider immer noch sehr "untertänig" gegenüber der Obrigkeit agiert.
Schlimm war, wie der Moderator zuerst 2 Stunden mit viel zu langen Vorträgen verplempern hat lassen, bis es ihm nach 2 kurzen Fragerunden plötzlich pressierte, er ca. 100 Fragen auf einmal zuließ und die Diskussion ohne Antworten darauf abwürgte.
Z.B. meine 4 Fragen an Zibuschka, bis heute unbeantwortet:
1. Habe ich Ihre erste Rede richtig verstanden, weil Tschechien Hevlin nicht
ausbaut, spielt NÖ jetzt "die beleidigte Leberwurst" und verweigert die
Thayatalbahn?
2. Wieso sind 165MEUR für Straßen da, aber keine 15MEUR für die Bahn, wenn doch schon 30 zugesagt waren?
3. Wer ist auf die Schnapsidee gekommen, den Radweg AUF statt NEBEN der Trasse zu bauen? Es müssen ja nicht exakt 3 Meter Abstand sein, wo die Böschung steil ist kann er ja ruhig 50 oder 100m entfernt verlaufen, das ist doch kein Problem...
4. Auch wenn ich damit Hrn. Buschbacher widersprechen muß, es hat 14 Bewerbungen gegeben, auch welche für diese Strecke, warum läßt man nicht irgendeinen davon Testweise Betreiben?
Wenn es schief geht, kann man sie ihm ja wieder wegnehmen...
Danke jedenfalls für obige Unschuldsvermutungen bzgl. des Bgm. von Waidhofen, jetzt leuchtet ein, warum ich nachher bei ihm auf taube Ohren gestoßen bin.
Was ist eigentlich konkret über Verbindungen zwischen NÖ-Landespolitikern und Busunternehmern bekannt?
Was kommt Heuras, äh, heraus, wenn ein schwarzes Reisebüro (namens NÖVOG) kaputtgesparte "rote" (10km/h-Langsamfahrstellen-)Infrastruktur geschenkt bekommt?
Und von wem hat Ernst Strasser nur seine Moral gelernt?
Ja, es gilt (dank dunkler Justiz) auch hier überall die Unschuldsvermutung.
Ich verfolge die Diskussion um die Zerstörung der NÖ-Bahnen durch Hr. Zibuschka mit größtem Bedauern, weil damit den Regionen in NÖ die mobile Zukunft nach dem Erdölzeitalter genommen wird. ich finde es zusätzlich bedenklich, dass der Radverkehr bewußt gegen die Bahn ausgespielt wird. Das ist ein unwürdiges verantwortungsloses Spiel. Mir fällt auch auf, dass bei den Kosten des Radweges immer die Kosten für die Demontage der bestehenden Bahnanlagen (pro Kilometer c.a 400.000,- EUR) "vergessen" werden. Ein Radweg geht neben der bestehenden Bahn sicher billiger! Ich hoffe, sehr bald bis Iglau mit der Bahn durchfahren zu können! Viele Grüße ins Thayatal!
Tut mir leid - irgendetwas muss in der Software schief gelaufen sein, ich hoffe dass mein Kommentar jetzt klappt.
Ich weiß nicht ob die geneigte Leserschaft sich im Besitz des neuen Selbstbeweihräucherungs-Presseorgans des Landes NÖ der "NIEDERÖSTERREICHISCHEN ZEITUNG", die in fataler Weise den diversen "Gleichartigen" der Wiener Stadtverwaltung ähnelt, befindet. Unter vielen Berichten, WAS nicht alles in NÖ super ist, vielen, vielen Bildern mit freundlich lächelnden Politikern, auch darunter unter anderem auch einer, der über die Eisenbahn-Politik des Landes für den Öffentlichen (Eisenbahn) Verkehr, berichtet. Liest man ihn, wird man den Eindruck nicht los, dass das Land "hart und konsequent" an der Verwandlung des "Öffentlichen" in eine Art überdimensionales Disneyland arbeitet. Gespickt mit einem fröhlichen Bild, (das ich aus technischen Gründen nicht zeigen kann) mit fröhlichen Menschen, denen man richtig ansieht, WIE froh sie sind, dass jetzt in NÖ alles viel, viel, viel besser als vorher ist.
Hier der Scan:
NÖ investiert in Öffentlichen Verkehr
BAHNLINIEN WERDEN ATTRAKTIVER (!!) GEMACHT
117 Millionen Euro in die Mariazellerbahn und 25 Millionen Euro in die Wachaubahn — diese Summen investiert das Land in die Aufwertung der beiden Bahnlinien. Damit ist nicht nur deren Erhalt garan¬tiert, auch die Qualität für die Bahnfahrer wird erhöht.
So erstrahlt die Wachau für die Zukunft in einem völlig neuen Mobilitätskonzept, das alle öffentliche Verkehrs¬mittel wie Bahn, Bus, Schiff und Rad verbindet und noch mehr Netzkilometer für die Menschen mit sich bringt. Die „Wachaubahn Neu" spielt hierbei vor allem in der touristischen Nutzung eine bedeutende Rolle und hat seit Mitte
April wieder ihren Fahrbetrieb aufgenommen.
Im Zuge der Investitionen wird auch die Mariazellerbahn voll auf neue Schienen gebracht. Erwartet werden neue Impulse für den Tourismus, die Wirtschaft und Arbeitsplätze in der Region. Die Bergstrecke dient dabei vor allem dem Tourismus, in der Talstrecke wird man sich auf den Pendlerverkehr konzentrieren.
Kritik übt das Land im Zusammenhang mit den Bahnen an den ÖBB: „Wären diese Strecken in der Hand der ÖBB geblieben, so wären sie dem Tode geweiht", betont ein Sprecher.
.........
So weit so "gut". Man kann den Wachauern nur wünschen, dass es ihnen nicht genau so geht wie den Waldviertlern. Last not but least: Hoffentlich benützen sie sie auch ihre Vorbildeisenbahn. Der kleine Seitenhieb gegen die ÖBB ist zu verkraften - man weiß schließlich WOHER er kommt! Ob Zibuschka bzw. sein Mentor, hier etwas gegen die Tunnel hat?
Gut Fahrt den neuen Vorbild- Eisenbahnern! Sie werden es der ÖBB zeigen!
Die Waldviertler wird es besonders freuen!
Ps: Damit hir kein Missverständnis aufkommt: Mir sind ALLE Politiker GLEICH LIEB!
Tut mir leid - irgendetwas muss in der Software schief gelaufen sein, ich hoffe dass mein Kommentar jetzt klappt.
Ich weiß nicht ob die geneigte Leserschaft sich im Besitz des neuen Selbstbeweihräucherungs-Presseorgans des Landes NÖ der "NIEDERÖSTERREICHISCHEN ZEITUNG", die in fataler Weise den diversen "Gleichartigen" der Wiener Stadtverwaltung ähnelt, befindet. Unter vielen Berichten, WAS nicht alles in NÖ super ist, vielen, vielen Bildern mit freundlich lächelnden Politikern, auch darunter unter anderem auch einer, der über die Eisenbahn-Politik des Landes für den Öffentlichen (Eisenbahn) Verkehr, berichtet. Liest man ihn, wird man den Eindruck nicht los, dass das Land "hart und konsequent" an der Verwandlung des "Öffentlichen" in eine Art überdimensionales Disneyland arbeitet. Gespickt mit einem fröhlichen Bild, (das ich aus technischen Gründen nicht zeigen kann) mit fröhlichen Menschen, denen man richtig ansieht, WIE froh sie sind, dass jetzt in NÖ alles viel, viel, viel besser als vorher ist.
Hier der Scan:
NÖ investiert in Öffentlichen Verkehr
BAHNLINIEN WERDEN ATTRAKTIVER (!!) GEMACHT
117 Millionen Euro in die Mariazellerbahn und 25 Millionen Euro in die Wachaubahn — diese Summen investiert das Land in die Aufwertung der beiden Bahnlinien. Damit ist nicht nur deren Erhalt garan¬tiert, auch die Qualität für die Bahnfahrer wird erhöht.
So erstrahlt die Wachau für die Zukunft in einem völlig neuen Mobilitätskonzept, das alle öffentliche Verkehrs¬mittel wie Bahn, Bus, Schiff und Rad verbindet und noch mehr Netzkilometer für die Menschen mit sich bringt. Die „Wachaubahn Neu" spielt hierbei vor allem in der touristischen Nutzung eine bedeutende Rolle und hat seit Mitte
April wieder ihren Fahrbetrieb aufgenommen.
Im Zuge der Investitionen wird auch die Mariazellerbahn voll auf neue Schienen gebracht. Erwartet werden neue Impulse für den Tourismus, die Wirtschaft und Arbeitsplätze in der Region. Die Bergstrecke dient dabei vor allem dem Tourismus, in der Talstrecke wird man sich auf den Pendlerverkehr konzentrieren.
Kritik übt das Land im Zusammenhang mit den Bahnen an den ÖBB: „Wären diese Strecken in der Hand der ÖBB geblieben, so wären sie dem Tode geweiht", betont ein Sprecher.
.........
So weit so "gut". Man kann den Wachauern nur wünschen, dass es ihnen nicht genau so geht wie den Waldviertlern. Last not but least: Hoffentlich benützen sie sie auch ihre Vorbildeisenbahn. Der kleine Seitenhieb gegen die ÖBB ist zu verkraften - man weiß schließlich WOHER er kommt! Ob Zibuschka bzw. sein Mentor, hier etwas gegen die Tunnel hat?
Gut Fahrt den neuen Vorbild- Eisenbahnern! Sie werden es der ÖBB zeigen!
Die Waldviertler wird es besonders freuen!
Ps: Damit hir kein Missverständnis aufkommt: Mir sind ALLE Politiker GLEICH LIEB!

Also die Pro Radweg Argumente sind sehr übertrieben. Jedesmal wenn ich darüber lese ist die Erneuerung der Bahn wieder teurer jetzt sinds schon 30mio.
Europaweit einzigartig: 1.Schon mal gehört das ein Holländer auf radurlaub nach österreich fährt. was mich zu 2. bringt. Im osten haben wir die Panonische Ebene, und natürlich in Holland und vielen anderen Gegenden ist es flacher als bei uns oder auf unserer Eisenbahn!
20.000 Gäste (werden auch jedes mal mehr, haltet ihr uns für blöd) eine sehr unrealistische einschätzung. Warscheinlich kommen die auch aus ganz Europa... ...nichtmal aus Wien werden viele kommen. die müssten 1 1/2std fahren mit dem Auto (fals man damit räder transportieren kann) das sie dann radeln können.
Achja und was ja dazukommt, wir Steuerzahler bezahlen den spass und dann auch über Gemeinden die Erhaltung. Warum sagt niemand was das kosten wird?!
Fazit, hört auf uns anzuschwindeln und gebt uns realistische Informationen