Neue Finanzpolizei im Einsatz
Bis zu 400 neue Beamte heften sich Steuersündern auf die Fersen
TULLN/KORNEUBURG/HOLLABRUNN (wp). Steuerbetrug wird in Zukunft riskanter als je zuvor, denn die Finanzämter werden mit mehr Personal und neuen Befugnissen ausgestattet.
Hochprofessionell
Eine hochprofessionelle Truppe einer neuen Einrichtung mit der Bezeichnung „Finanzpolizei“ soll in den nächsten Jahren Steuersündern auf die Finger klopfen. „Für ganz Österreich bedeutet das 300 bis 400 Beamte im Dienst der Finanzämter mehr“, erläutert Marian Wakounig, Regionalmanager für NÖ/Burgenland im Dienst der Bundesfinanzverwaltung bei einem Treffen der Finanzamtsleiter Niederösterreichs in Tulln zu der Anton Trauner, Leiter des Finanzamtes Korneuburg-Tulln-Hollabrunn in das Hotel-Restaurant Römerhof eingeladen hatte.
Weite Befugnisse
Jedes Finanzamt wird je nach Größe und Bedarf Finanzpolizisten und Zöllner zugeordnet bekommen, die bei Bedarf rasch und mit allen Befugnissen einer Polizeieinheit vorgehen können. Das heißt, die neue Finanzpolizei wird über Befugnisse wie das Betretungsrecht oder das Identitätsfeststellungsrecht ohne Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft verfügen.
„Dabei wird auch enger Kontakt zu den Behörden in den Nachbarstaaten gesucht, denn Steuerbetrug kennt keine Grenzen“, führt Wakounig aus. Rekrutiert werden die Einsatzbeamten vorwiegend aus Bediensteten des Heeres und der Post. Vorläufig erhält das Finanzamt Tulln-Korneuburg-Hollabrunn vier neue Beamte zugeteilt.
Vier Mrd. Euro Wertschöpfung
Österreichweit werden durch die effiziente Betrugsbekämpfung Mittel in Höhe von vier Mrd. Euro erwartet. „Diese sinnvollen und hochprofessionellen Ermittlungsmethoden kommen im Endeffekt allen Steuerzahlern zugute, denn damit werden Steuermittel sichergestellt“, erklärt der hochrangige Beamte. Anders als in anderen Staaten werden die Betrugsbekämpfer aber völlig transparent arbeiten.
Nach der Tagung der Finanzamtleiter wurden in einem gemütlichen Teil Erfahrungen ausgetauscht.
Werner Pelz
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