„Mache keine Geschäfte mehr mit KommReal!“

MICHELHAUSEN. Umwidmungen, Optionsrechte, Firmengründungen – die Annullierung eines Vertrages sorgt aktuell für Aufregung. Es dreht sich dabei um ein 16.000 Quadratmeter großes Grundstück in Pixendorf, auf welches ursprünglich ein Optionsrecht vereinbart war.
Auf den Grundstücken in Pixendorf in der Nähe der Hochleistungsbahn wird die Kärntner Immobilienfirma „Riedergarten“ Wohneinheiten errichten bzw. Bauparzellen verkaufen (die Bezirksblätter haben berichtet). Dazu war es im Vorfeld notwendig, dass das Ackerland auf Bauland umgewidmet wurde und alle Grundeigentümer verpflichtend ein sogenanntes Optionsrecht unterzeichneten. Die Verträge wurden mit der KommReal, der gemeindeeigenen Liegenschaftsfirma, geschlossen und in Folge an die „Riedergarten“ übergeben. Damit wurde jedem Eigentümer zugesagt, dass er bei einem Grundstücksverkauf mit einem Quadratmeterpreis von 55 Euro rechnen könne.
Dies traf auch auf das 16.000 Quadratmeter große Grundstück von Bürgermeister Rudolf Friewald (VP) zu, der jedoch den Antrag an die KommReal stellte, seinen Vertrag zu annullieren, was beschlossen wurde. „Ich mache keine Geschäfte mehr mit der KommReal“, gibt Friewald zu verstehen.
Derzeit werden die Bauplätze in Pixendorf zu einem Quadratmeterpreis von 110 Euro (exklusive Vermessungs- und Verbücherungskosten sowie sämtlicher Aufschließungs- und Anschlussabgaben) verkauft, wobei darauf hingewiesen wird, dass der Anschluss an das Fernwärmenetz verpflichtend ist. „Damit wollen wir Ölheizungen ausschließen“, so Friewald.

Kommentar
Ein roter Faden beim Schwarzen Mann? Nein, der ist derzeit nicht zu orten. Aktuelle Rätsel gibt der Michelhausener Bürgermeister auf, weil er für sein 16.000 Quadratmeter großes Grundstück den Optionsvertrag annullieren ließ (siehe dazu Artikel Seite 9). Und nun wird gerätselt, warum er das wohl getan hat, und auch, warum dies seitens des Beirats der KommReal möglich gemacht wurde. Weil er keine Geschäfte mehr mit der gemeindeeigenen Liegenschaftsfirma mehr mache, gibt der Bürgermeister an. Wobei diese Aussage jedoch sehr oberflächlich zu sein scheint. Man könnte unterstellen, dass ihm der Preis in den Verträgen zu gering angesetzt worden sei, was gegenüber denjenigen, die die Verträge verpflichtend unterschreiben mussten, äußerst unfair wäre. Oder man könnte auch vermuten, dass er mit dem Grundstück etwas anderes vorhat. Also sich einen roten Faden zurecht gelegt hat, der für Außenstehene derzeit abgerissen ist. Mit Argusaugen werden wohl die nächsten Schritte bewacht werden!

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2 Kommentare zum Beitrag
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Anton Gsandtner aus Tulln an der Donau am 13.02.2012 um 04:42 Uhr  
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Anton Gsandtner aus Tulln an der Donau am 15.02.2012 um 09:00 Uhr  
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