Bürgerinitiative setzt sich für Eislaufplatz ein
Die Initiative gegen die Schließung des Eislaufplatzes erhält auch die Unterstützung des BZÖ.
TULLN. Seit zwei Wochen kämpft Alfred Grünberger (48), zweifacher Vater aus dem Bezirk Tulln, gegen die geplante Schließung des öffentlichen Eislaufplatzes.
Wie berichtet, hat die SPÖ-Fraktion am Donnerstag einen Grundsatzbeschluss über die Weiterführung des Tullner Eislaufplatzes in der Gemeinderatssitzung eingebracht. Dieser schaffte es auf die Tagesordnung und wurde auch noch erwähnt: Doch dann verwies Bürgermeister Peter Eisenschenk (VP) auf die am 27. Februar 2012 stattfindende Projektgruppe, die sich mit dem Thema auseinandersetzt, und hat damit die Gemeinderatssitzung kurzerhand geschlossen. „Vom Wut-Bürgermeister zum Feig-Bürgermeister“ heißt es in der jüngsten Aussendung der SPÖ. Mit diesem Trick habe sich Eisenschenk der öffentlichen Diskussion entzogen.
Nachbargemeinden sollen zur Kasse gebeten werden
Stadtrat Ludwig Buchinger (TOP) lässt mit einer neuen Idee aufhorchen: „Von der Stadt Tulln werden Leistungen verlangt, die zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger gehen.“ Ihm sei bewusst, dass die Hälfte des eislaufenden Publikums zwar aus der Stadt kommt, trotzdem „sollen die umliegenden Gemeinden ihren Beitrag zum Erhalt des Eislaufplatzes leisten“, so Buchinger. Er verweist auch auf das Königstettener Freibad, bei welchem ebenfalls die Nachbargemeinden zur Kasse gebeten wurden.
Zur Sache
Wie berichtet, werden seitens der Stadtgemeinde Tulln Überlegungen angestellt, den Eislaufplatz durch Kunststoff-Platten zu ersetzen. Fakt ist jedoch, dass zwar Kufenritter & Co auf diesen Platten gleiten können – allerdings dürfen darauf keine Eishockey-Turniere ausgetragen werden. „Eine eigene Projektgruppe wird sich am 27. Februar dem Thema Fortbestand des Eislaufplatzes widmen“, informiert Bürgermeister Peter Eisenschenk.

Solange es genug Geld gibt, weitere Kreisverkehre in Tulln anzurbingen (wo durch zuviel Gewohnheit der Vorrang missachtet wird), Wasserspiele zu veranstalten udgl., soll es auch für die Kinder und Jugendliche genug Möglichkeiten geben, in der Stadt zu bewegen.
Ich halte es für einen Rückschritt, wenn die Freizeitmöglichkeiten weggenommen werden. Es macht die Stadt auf keinen Fall attraktiv. Ein paar Investitionen hiererorts wären besser als in sinnlosen Straßen-Projekten.
Viele Gemeinden in Österreich können sich die Erhaltung leisten, warum ist dies nicht für einen Bürgermeister Grund genug seine Stadt aufblühen zu lassen.
Wer möchte an einem Ort leben, der keine Freizeitangebote bieten kann?
Gerne hätte ich eine Vorlage für eine Unterschriftenliste um sie in meinem Bekanntenkreis rundumzugeben und damit zu bekräftigen, wie wichtig der Erhalt wäre!
mfg
Fam. W.