Üben für den Ernstfall
Die Temperaturen steigen – damit steigt auch die Einbruchgefahr in derzeit noch vereiste Gewässer.
BEZIRK TULLN / NÖ. „Wir müssen uns auf Notfälle vorbereiten und für den Einsatz bestens gerüstet sein“, erzählt Werner Nacht, NÖ Feuerwehrtaucher aus Trasdorf. Gerade jetzt wird die Eisschicht immer dünner, trotzdem wollen es viele Menschen nicht wahrhaben und betreten zugefrorene Seen, Flüsse und Bäche. „Eine entsprechende Schulung ist auch im Rahmen unserer Ausbildung unerlässlich“, so Nacht.
In der sogenannten „Waschmaschine“, einem Schotterteich in der Nähe von Tulln, führten die NÖ Feuerwehrtaucher am Sonntag eine Übung durch. Angenommen wurde, dass eine Person beim Begehen der Eisschicht einbricht. Sechs Taucher stürzten sich bei einer Außentemperatur von minus einem Grad in das drei Grad kalte Wasser. Gesichert wurden sie von den Leinenmännern, die rund zwei Meter von der Einbruchstelle entfernt standen. „Bei einem Kollegen hat es sich schon einmal zugetragen, dass eine Leine aufgegangen ist“, weiß Nacht aus der Vergangenheit. Der Kamerad konnte sich aber aus eigener Kraft retten. „Eine solche Übung muss im Rahmen unserer Ausbildung durchgeführt werden“, betont Nacht die Wichtigkeit des Trainings.
