Trinkwasserspeicher in Zirl groß gefeiert!

(Foto: zeitungsfoto.at)

ZIRL. In nur wenigen Monaten Bauzeit wurde der neue Trinkwasser-Hochbehälter am Geistbühel errichtet. Damit ist ein wesentlicher Schritt für die Sicherung der Trinkwasserversorgung der Gemeinde Zirl getan
Am 4. September war es soweit, ein weiterer Schritt in Sachen Trinkwasserversorgung konnte gebührlich gefeiert werden. Der Hochbehälter am Geistbühel wurde nach den Ansprachen von Bürgermeister Ing. Josef Kreiser und einem der Hauptverantwortlichen des Planungsbüros Bennat durch Hochwürden Roland Buemberger gesegnet und somit seiner Bestimmung übergeben.

Der Zirler Trinkwasserbedarf wird hauptsächlich durch die Quellen am Schlossbach gedeckt. Weiters steht Wasser aus dem Sprengmittelstollen zur Verfügung – die Ortsteile Eigenhofen und Dirschenbach besitzen eine eigenständige Versorgung gespeist von den Niederbachquellen. Die Quellen der Ehnbachklamm werden derzeit nicht in das Versorgungsnetz eingeleitet.

Technisch auf neuestem Stand
Der neue Hochbehälter umfasst zwei Kammern mit jeweils 300 Kubikmetern. Nachträglich kann er auch noch mit einem Trinkwasserkraftwerk nachgerüstet werden. Die Erweiterungsmöglichkeit zur Einleitung der Ehnbachquellen besteht ebenso.

Der Hochbehälter Schlossbach, welcher in den Jahren 1969/70 erbaut und 1999 generalsaniert wurde, ist als Kavernenbehälter mit zwei Stollen ausgeführt und beinhaltet insgesamt 1.300 Kubikmeter Trinkwasser. Die Anlage versorgt jetzt rund 7.800 Einwohner. Nachdem der Hochbehälter Geistbühel Ende April 2010 in Betrieb genommen wurde, ist ein wesentlicher Schritt für die Sicherung der Trinkwasserversorgung in Zirl getan.

Zur Geschichte:
Die erste zentrale Wasserversorgungsanlage in Zirl wurde in den Jahren 1904 bis 1909 erbaut und ständig erweitert. Zusätzlich zur bestehenden Trinkwasser-Versorgungsanlage im Bereich Schlossbach wurde in den Jahren 2006 bis 2008 die Pumpstation Meilbrunnen errichtet und eine Wasserleitung bis zum Anschlusspunkt an das örtliche Versorgungsnetz beim Martinsbühel herangeführt. So konnte Wasser aus dem Sprengmittelstollen direkt ins Ortsnetz gepumpt werden. In der zweiten Ausbauphase (2009/2010) wurde der Hochbehälter Geistbühel errichtet und so konzipiert, dass dieser auf gleicher Höhe wie der Hochbehälter Schlossbach (Maria-Luise-Stollen) liegt.

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