Angst vor der Schule

Was tun gegen Schulschwänzer und Schulschwänzerinnen? Das wird in den Medien derzeit heiß diskutiert. Berichtet wird von 75.000 Jugendlichen ohne Job und abgeschlossener Ausbildung, „chronischen Schulschwänzern“ und der Forderung von Sebastian Kurz Schulpflichtsverletzungen mit 1500 Euro zu bestrafen.
Doch Sanktionen wie diese werden meiner Meinung nach niemanden vom Schwänzen abhalten. Gegen eine so große Zahl an Jugendlichen ohne Ausbildung und Arbeit muss schleunigst etwas getan werden. Angesichts dessen wäre es klüger sich die Gründe anzusehen, warum Jugendliche in das Schulschwänzen hinein rutschen. Viele Schüler und Schülerinnen haben aus Leistungsdruck oder wegen Mobbing, Angst in die Schule zu gehen. Ein strukturierter Dialog zwischen Eltern und Lehrpersonen, gezielte Förderung von gefährdeten Jugendlichen und der Ausbau von psychologischer Betreuung an Schulen wären wichtige Faktoren, die die Umstände die zum Schwänzen führen, verringern würden.
Eine saftige Geldstrafe von 1500 Euro ist in meinen Augen kontraproduktiv. Diese Summe im vierstelligen Bereich stellt vielen Familien eine so hohe Belastung dar, dass von einigen sicher die Schule gleich offiziell abgebrochen werden muss.

Amelie Rakar
Vorsitzende der Aktion kritischer SchülerInnen (aks) Salzburg

 auf anderen Webseiten Facebook Twittern Senden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.