Irish Stew: Bohnensuppe mit Lammfleisch
Wie habe ich mich neulich auf das "Irish Stew" gefreut! Seit Ewigkeiten habe ich darauf gewartet, dass dieser Eintopf mal wieder auf einer Speisekarte steht. Endlich war sie mal wieder zu haben, weil ein Nobelrestaurant in Freising eine "Eintopfwoche" hatte.
Als alle Speisen auf dem Tisch standen, wünschten wir uns einen guten Appetit und fingen an zu essen. Ich etwas später, weil ich aus einem heißen Topf erst die Suppe auf meinen Teller schöpfen musste. Dann griff auch ich mein Besteck und fing an zu löffeln. Köstlich, was sich da in meinem Mundraum ausbreitete: Grüne Bohnen, Kartoffeln und Lammfleisch in einer wohlschmeckenden Suppe. Doch beim Verzehr der grünen Bohnen stutzte ich etwas. Sie waren offensichtlich nicht weich gekocht, weil sie wahrscheinlich aus dem Gefrierschrank stammten.
Was tun? Nur wegen der Bohnen das ganze Essen reklamieren? Für Unruhe am Tisch sorgen? Ich zog es vor, weiter zu essen und meine Suppe brav auszulöffeln. Hätte ich das doch lieber gelassen, denn das dicke Ende folgte dann zu Hause!
Kaum waren wir wieder daheim, fing es in meinem Bauch an zu rumoren. Ich verspürte arge Blähungen und schon bald einen enormen Stuhldrang. Zum Glück war die Toilette nicht verschlossen, als ich sie dringend brauchte. Nicht nur einmal! Diese Notdurft hielt bis zum Abend an und zwang mich, die Toilettentüre nicht aus den Augen zu lassen.
Jetzt bin ich wieder etwas klüger: Bohnen führen zu Blähungen und wirken abführend, wenn sie nicht gar sind. Hätte ich doch bloß wieder meinen bewährten Grillteller bestellt! Den gibt es nämlich im Normalfall ohne Gemüsebeilage ...

Das ist natürlich Pech, wenn so eine köstliche Mahlzeit so unangenehme Folgen hat.
Bei unserer Irlandreise 2003 hatten wir das Vergnügen, in einem Hotel diese irische Spezialität serviert zu bekommen. Hat uns sehr gut geschmeckt und die Riesenportion hätte einen Schwerarbeiter satt gemacht.