Verwirrung um Vorschläge für Pfarrgemeinderatswahl
Offen ist, ob zehn Listen mit Kandidaten-Namen angenommen werden
Pfarradministrator Gruber ist überzeugt, dass die Wahlvorschläge absichtlich spät abgegeben wurden. Die Diözese empfiehlt dennoch die Annahme der Listen.
GREIN, LINZ (red). Werden sie entsorgt oder angenommen? Rätselraten herrscht um zehn Listen mit Namens-Vorschlägen zur Wahl des Pfarrgemeinderates in Grein. Pfarradministrator Leopold Gruber auf Anfrage zur BezirksRundschau Perg: „Die Prüfung durch die Diözese Linz, ob die Wahlvorschläge angenommen werden, ist noch nicht abgeschlossen. Ich kann da nicht vorgreifen.“
Putz: „Nicht kundenfreundlich“
Ganz andere Informationen kommen dagegen aus der Diözese Linz. Hans Putz, Referent der Pfarrgemeinderäte, hat, wie er auf Anfrage der BezirksRundschau Perg mitteilt, bereits einen Rat nach Grein geschickt: Die Wahlvorschläge annehmen. Er bezeichnet die schriftliche Wahlinformation in Grein als „schwammig“. Überdies wird seitens der Diözese die Vorgangsweise zur Listenerstellung nicht gerade als kundenfreundlich gesehen.
Wie Putz weiter informiert, werde er künftig die Pfarre Grein begleiten, wenn es Unklarheiten gibt. Am Sonntag, 29. Jänner, konnten vor und nach dem Gottesdienst Wahlvorschläge abgegeben werden. „Die Wahl-Listen habe ich am Sonntag aber nicht abgeben können. Fünf Minuten nach Ende der Messe sind die Schachteln entfernt worden. Am Montag darauf hat meine Mutter beim Pfarradministrator angerufen. Dieser hat gesagt, es ist zu spät, er nimmt sie nicht mehr! Ich habe trotzdem am Montagvormittag zehn unterschriebene Wahlvorschlagslisten in der Pfarrkanzlei Grein abgegeben“, informiert Karl Hohensinner.
Wie Leopold Gruber mitteilt, habe er am 8. Jänner im Gottesdienst die Wahlordnung verlautbart und die Wahlinformation zur freien Entnahme aufgelegt. Das hat aber die Mehrzahl der Greiner Katholiken, da nicht im Gottesdienst, nicht gehört. Pfarradministrator Gruber ist überzeugt, dass die späte Abgabe der Wahlvorschläge absichtlich erfolgte, um wieder Schlagzeilen machen zu können. Dem widerspricht Karl Hohensinner energisch. Man habe die Listen nicht früher erstellen können, weil einfach die Wahlvorschläge noch nicht fertig waren.
Jetzt liegt es an der Greiner Wahlkommission. Sie muss entscheiden: Dürfen Christen, die sich im Pfarrgemeinderat engagieren wollen, auf die Wahl-Liste oder nicht. Die Entscheidung wird mit Spannung erwartet.
-------
Zur PGR-Wahl Grein
Als „schwammig“ bezeichnet die Diözese Linz die schriftliche Ankündigung zur Listenerstellung des Pfarrgemeinderates in Grein. Deshalb empfiehlt die Diözese der Greiner Wahlkommission, alle eingebrachten Vorschläge anzunehmen.
Nachstehende schriftliche Wahl-
information wurde gegeben: „Ausgefüllte Listen können am 22. Jänner und am 29. Jänner vor bzw. nach der Messe in den Kästen, die in der Kirche aufgestellt sind, abgegeben werden. Sie können die Listen aber auch im Pfarramt Grein zu den Kanzleistunden am Montag, Mittwoch oder Freitag abgeben“.
Für Nicht-Gottesdienstbesucher ist nicht klar, wann Abgabeschluss in der Pfarrkanzlei ist, da kein Datum angegeben wurde.

Karl Hohensinner: Die Kirche treibt gerne Spielchen, ich kenne vieles sehr gut, war 12 Jahre Ministrant, habe sechs Semester Theologie studiert, war in Wien lange in einem theologischen Arbeitskreis. Wir haben den damaligen Wiener Erzbischof immer "die Goerin" genannt, weil er im Gehabe so weiblich war.
Die "Gschichtln" um ihn waren auch alle bekannt, lange, bevor er im Profil aufgeflogen ist.
Bei der Kirche ist vieles versteckt, und die Gläubigen werden mit schwammigem Gerede stillgestellt.
Ich glaub ich muss einmal etwas plaudern: Wenn sie in Klam so glücklich sind über den "Pfarrer" Gruber. - Was war denn vorher? - Ich kann mich gut genug erinnern, der Ferdinand Fürthauer. Ich hab oft bei ihm ministriert in der Altersheimkapelle in Grein. Ich war 17 Jahre, da hat mir der Volkschuldirektor E. K. - den ich sehr schätze - erzählt, dass das der Pfarrer von St. Radegund war.
Man glaubt es nicht, hat damals die Diözese den Fürthauer von St. Radegund nach Klam versetzt, damit sie den Fall Jägerstätter vertuschen!!!! Ans geografisch andere Ende der Diözese, damit ihn keiner mehr fragen kann und er was über den Jägerstätter sagen kann, bevor der Vatikan nicht sein Jägerstätter-Gschichtl für die Öffentlichkeit bereitet hat.
Erst 1968 sind sie aufgeflogen, als der Regisseur Axel Corti eine Spieldokumentation zum Fall gebracht hat , die einmal im Fernsehen gekommen ist.
Es wird sich alles nachweisen lassen, wenn es gefordert wird.
Ich hab mich jetzt zurückgehalten, bei dem was ich über die römische Kirche so weiß.
Grüße, K.H.