Pfarrbücherei Grein: Neuer Leiter Hayder tritt zurück
„Unüberbrückbare Differenzen“ sind laut dem Ehrenamtlichen Grund
„Nicht alles was rechtlich möglich ist, ist moralisch richtig“, sagt Martin Hayder mit Blick auf die juristische Auseinandersetzung zwischen Pfarradministrator Leo Gruber und der exkommunizierten Greiner Bischöfin Christine Mayr-Lumetzberger.
GREIN (red). Nach dem Abgang von Büchereileiterin Fabiola Gattringer und ihrem Team trat jetzt der neue Leiter Martin Hayder zurück. „Es ist geplant, dass der Betrieb ohne Unterbrechung weitergeht. Wir möchten die Frage der Leitung bald klären“, informiert Pfarradministrator Leopold Gruber. Bücherei-Mitarbeiter Karl Achleitner: „Ich möchte auf jeden Fall versuchen, die Bibliothek weiterhin jeden Samstag von neun bis elf Uhr offen zu halten.“
Seit 1. Jänner war Martin Hayder neuer Leiter der Bibliothek. Mit viel Engagement und Visionen startete er in sein Ehrenamt.
Kommunikationsprobleme nicht auf juristischer Ebene lösen
Gegenüber der BezirksRundschau gab er nachstehende Erklärung ab: „Nach einem Gespräch mit Herrn Leo Gruber legte ich aufgrund unüberbrückbarer Differenzen meine Funktion als Bibliotheksleiter der Öffentlichen Bibliothek der Pfarre Grein mit sofortiger Wirkung zurück. Wenn man als Seelsorger, zu dessen Kernkompetenzen die Problemlösungsstrategie mittels Kommunikation gehört, Kommunikationsprobleme auf der juristischen Ebene lösen will, dann wird es Zeit, dass man als Funktionsträger in der Pfarre ein Zeichen setzt. Nicht alles was rechtlich möglich ist, ist moralisch richtig. Bevor man diesen letzten Schritt, die juristische Auseinandersetzung, wählt, müssten folgende Voraussetzungen geben sein: Frau Mayr-Lumetzberger wird von Herrn Gruber und dem Pfarrgemeinderat Grein angehört. Die Meinungsdifferenzen werden mit ihr unter Ausschluss der Öffentlichkeit erörtert. Die Pfarrgemeinde wird mittels offensiver Kommunikation seitens Herrn Gruber und dem PGR Grein über vermeintliche Missstände beziehnungsweise Zukunftsvisionen in der Pfarre informiert. Diese Voraussetzungen sind in der Pfarre Grein nicht gegeben.“
Bischöfin bekam Post von
Leo Grubers Anwalt
Pfarradministrator Gruber hatte über eine Anwaltskanzlei der exkommunizierten „Bischöfin“ Christine Mayr-Lumetzberger einen Brief zukommen lassen. „Bezugnehmend auf das Schreiben des Rechtsanwaltes möchte ich mitteilen, dass dieses eine ‚Unterlassungserklärung‘ war. Mein Anliegen war, dass damit negative Aussagen über mich in den Medien von Frau Christine Mayr-Lumetzberger in Zukunft unterlassen werden sollten“, stellt Gruber klar.
Pfarradministrator wird nun
keine Klage veranlassen
„Eine Klage werde ich nicht veranlassen“, so Gruber weiter. Martin Hayder hat sich nicht für immer von der Pfarre verabschiedet. Voraussetzungen seiner künftigen Mitarbeit sind: Kompromissbereitschaft des Pfarradministrators, positive Veränderung und Weiterentwicklung der Pfarre sowie erwünscht zu sein.

Ergänzend teile ich mit:
Ich habe Pfarradministrator Mag. Leo Gruber telefonisch und per Email zu Gesprächen eingeladen, um mit ihm Probleme in der Pfarre zu besprechen. Diese wären z. B. Fragen der Kommunikation, Fragen zu diversen Aktionen in der Pfarre, Umgangsformen mit MitarbeiterInnen, Suche von Lösungen zu allgemeinen und konkreten Fragen.
Gespräche darüber hat er mündlich und schriftlich per Email abgelehnt. Statt dessen erhielt ich – noch während der Verhandlungen über ein Gespräch - ein Schreiben seines Anwaltes.
Ich biete hier Mag. Leo Gruber weiterhin an, mich zu kontaktieren und einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Dies gilt auch für alle Greinerinnen und Greiner.
Ich hoffe, dass diese Aktion von Mag. Leo Gruber eine Ausnahme und einmalig war. Rechtliche Schritt anstelle von geschwisterlicher Kommunikation sind kein Weg des konstruktiven Miteinanders.
Christine Mayr-Lumetzberger