Ein Bekenntnis zur Wasserkraft

Osttirols Bäche sollen zur Energiegewinnung genutzt werden. Das Thema erhitzt die Gemüter.

In einem Leserbrief geben drei Innervillgrater Gemeinderäte ein klares Ja zur Wasserkraft in ihrem Ort ab.

In den letzten Wochen wurde wieder nur „NEGATIV“ über das Wasserkraftwerk Innervillgraten berichtet. Ausgelöst wurde dies durch ein Gutachten, das vom Umweltdachverband, österreichischer Alpenverein und der Gegnergruppe, Benjamin Schaller, verfasst wurde. Die einseitige und aggressive Ansicht dieser Institutionen und Gegnergruppe kann man so nicht gelten lassen.

Uns allen ist die Zukunft unseres Tales ein sehr großes Anliegen. Dass gerade mit solchen sinnvollen Projekten sich der eine und andere Bürger veranlasst sieht, im Tal zu bleiben und nicht in die Städte auszuwandern, besonders auch die Jugend zu motivieren und ihre Zukunft in der Gemeinde zu planen. Es wird auf die Meinung des Bürgers keine Rücksicht genommen, nur ein kleiner Kreis von Leuten, die Unruhe und Unverständnis schaffen, sollen richtig mit ihrer Meinung sein? Diese Meinung der Gegner wird von den Medien, der Politik (Grüne) und Institutionen wie dem Umweltdachverband und dem Alpenverein mit offenen Armen aufgenommen. Wir verstehen nicht, warum diese Meinung voll und ganz vertreten wird, ohne die Gegenseite und deren Meinung zu kennen. Man kann viele Gutachten und Beurteilungen schreiben, um Projekte aufzuhalten, ja sogar zu Fall zu bringen. Nur wird über die Folgeerscheinungen von „negativen Meldungen“ nicht nachgedacht. Wir fragen daher: Ist es richtig, die Meinung der kleinen Gegnergruppen zu bestärken und zu allem NEIN zu sagen, ohne Rücksicht zu nehmen auf die große Mehrheit der Bürger, die das Kraftwerk wollen? Muss die jahrelange Arbeit des Bürgermeisters (Gemeinde), Planer, Techniker usw. in Frage gestellt und so kritisiert werden? Wohin sollen wir unser Tal in Zukunft führen, wenn lt. Ansicht der Gegner nichts getan werden darf? Gerade der Umweltdachverband und der Alpenverein arbeiten intensiv daran, die Umwelt zu schützen und zu sichern. Deswegen ist es unverständlich, warum so ein Projekt, das der Umwelt keinen Schaden zufügt, nicht unterstützt und gefördert, im Gegenteil sogar stark bekämpft wird. Genau mit solchen Projekten kann der Atomkraft ein kleiner Teil an Stärke genommen werden. Diese Dinge sollten in einem Gutachten aufgezeigt und beurteilt werden. Auch manche Ansichten der Gegner kann man leider nicht verstehen. Wie in einem kürzlich veröffentlichten Zeitungsartikel, in dem Josef Schett ein „Energiekonzept Osttirol“ fordert. Ebenfalls verurteilte Schett das Projekt „Wasserkraftwerk Innervillgraten“ auch als „dilettantische Planung“. Gerade Schett sollte mit solchen Aussagen vorsichtig umgehen. Auf Grund seiner verschiedenen Funktionen (Obmann des Wirtschaftsbundes Innervillgraten und des Tourismusverbandes Hochpustertal) ist er verpflichtet, die Zukunft des Tales so mitzugestalten, dass ein langsamer Aufschwung und kein Stillstand erzielt wird, wie es zur Zeit ist. Laut derzeitigem Stand sollte das Skigebiet Thurntaler nicht ins Tal erschlossen werden, dürfte kein Wasserkraftwerk erbaut werden, sollte „sanfter“ Tourismus bis gar kein Tourismus betrieben werden, da sonst die Natur Schaden erleiden würde. Was wollen wir eigentlich? Immer nur gegenseitig an allen Vorhaben Kritik üben, wodurch die Öffentlichkeit am Ende einen Schaden erleidet?

Auch Benjamin Schaller sollte sich im Klaren sein, welchen Schaden er der Gemeinde zufügt, wenn er durch solche Gutachten das Projekt gefährdet.

Im Allgemeinen ist eine gesunde Kritik und Meinung grundsätzlich wichtig, jedoch sollte man gleichzeitig auch Lösungsvorschläge einbringen und nicht nur bestehende Vorschläge kritisieren.

Wir fordern deshalb ein Umdenken, um gemeinsam die Zukunft unseres Tales zu gestalten.

GR Roland Lanser, GR Markus Mair, GR Alois Schett

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