Leben im Bahnhof ein Horror

Der Zustand der Fenster lässt zu wünschen übrig, wie Kurt Riedl, Mieter in der Lokalbahnstraße 15, zeigte.

Kurt Riedl (65) ist sauer: „Die ÖBB investiert nichts in die Sanierung des Miethauses.“

Es ist eine Schande, wie der einstige Lokalbahnhof an den Schienensträngen der ehemaligen Brevellier & Urban-Schraubenwerke in der Lokalbahnstraße 15 dem Verfall preisgegeben wird.

Marode Fenster und Türen

Die ÖBB bieten hier drinnen eine Handvoll Mietwohnungen an. Aber nur zwei Wohnungen sind bewohnt. Ein Besuch bei Kurt Riedl, früherer Schranken- und Weichenwärter bei den ÖBB, macht auch deutlich wieso. „Die Eingangstür ist desolat und die Fenster müssten auch einmal repariert werden. Und am Dachboden weht es den Schnee herein. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich in der Wohnung Schnee habe“, erzählt der 65-Jährige.
Die hohen Räumlichkeiten lassen sich schlecht befeuern. Riedl: „Ich spielte ja schon mit dem Gedanken, mir eine Pellets-heizung anzuschaffen. Aber es ist ja ungewiss, ob wir nicht ausziehen müssen.“ Mit wir meint Riedl seine Frau (49) und den 18-jährigen Sohn. Und für Ungewissheit sorgt eine Visite der ÖBB vom Vorjahr. „Da stand im Raum, dass das Haus verkauft werden soll“, so Riedl.
Zu gerne würde der Eisenbahner in die Wohnqualität investieren: „Aber an den Fenstern und Türen darf ich ja nichts machen. Und außerdem, wenn wir raus müssen... wozu das Ganze?“
ÖBB-Pressesprecher Mario Brunnmayr bestätigte, dass sich die ÖBB mit einer Verkaufsabsicht tragen: „Im Bereich des Lokalbahnhofes Neunkirchen ist für das Jahr 2012 eine Bereinigung des Liegenschaftsportfolios der ÖBB geplant. Sowohl das Gebäude des ehemaligen Lokalbahnhofes als auch umfangreiche Grundstücksflächen werden dazu gegenwärtig immobilienwirtschaftlich entsprechend aufbereitet.“
Bis Mitte 2012 werde laut ÖBB eine Entscheidung fallen.

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