Regierung in Klausur: große Zukunftspläne

LH Günther Platter will in 20 Jahren die Energieunabhängigkeit Tirols und LHStv. Hannes Gschwentner will die Pflege trotz Sparbudget weiter ausbauen

Am Dienstag fand am Grillhof die herbstliche Regierungsklausur statt. Ein Schwerpunkt: Wasserkraft.

Für LH Günther Platter ist das Thema Wasserkraft in den nächsten 20 Jahren ein ungemein wichtiges. „Ein Ausbau der Wasserkraft bedeutet mehr Unabhängigkeit für Tirol. Ich will Tirol innerhalb der nächsten 20 Jahre energie­unabhängig machen“, erklärt der LH am Rande der Klausur.

Das alles sollte aber durchaus im Sinne der betroffenen Menschen stattfinden. „Ich will die Gemeinden und die Menschen bei unserer Wasserkraft-Offensive mitnehmen und beteiligen.“

Ein weiteres Thema war auch die Verbesserung der Wertschöpfung für die Gemeinden. „Unterm Strich wird deutlich mehr für die betroffenen Gemeinden und Regionen herausschauen.“ In diesem Zusammenhang nannte Platter die TAL-Verträge. Auch bei bestehenden Kraftwerken wird die TIWAG künftig im Schnitt 50 Prozent mehr ausschütten, es gibt aber auch mehr Geld für neue Projekte, so etwa 1,6 Mio. Euro für Sellrain-Silz und Kaunertal.

Tiroler Wasserkraftanleihe
Platter stellte auch die Einführung einer Tiroler Wasserkraftanleihe zur Diskussion. „An den internationalen Finanzmärkten geht es drunter und drüber. Mit der Tiroler Wasserkraftanleihe wollen wir eine starke, regionale Alternative anbieten. Die Tirolerinnen und Tiroler sollen am umfangreichen Ausbauprogramm mitzeichnen können und so von der Wertschöpfung im eigenen Land profitieren.“ Die Abwicklung will er durch heimische Geldinstitute wissen.

LHStv. Hannes Gschwentner (SPÖ) setzte seine Klausurschwerpunkte in die Wohnbauförderung, in Pflege und Behindertenhilfe. Weiters wurde der Sportstättenplan 2020 diskutiert. Gschwentner. „Es gilt, die Weichen in Richtung Zukunft zu stellen, indem man die Stärken des Landes ausbaut und die Problemfelder beseitigt. Unsere Stärke ist die Nutzung der erneuerbaren Energie, die Problemfelder sehe ich in den Wohnkosten und den Pflege- und Gesundheitsstrukturen.“

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Max Dornach aus Völs am 21.11.2011 um 13:35 Uhr  
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