Feuerwehr-Rebell: "Wir werden kämpfen!"
Die FF Spielberg/Pielach startet eine Unterschriftenaktion zum Erhalt des eigenen Standorts.
Melks ÖVP-Bürgermeister Thomas Widrich dürfte mittlerweile klar geworden sein, warum das Thema Feuerwehr für Politiker stets ein heißes Eisen ist.
Seine Idee, die beiden Wehren der Gemeinde an einem Standort zu vereinen (die FF Melk muss bis Jahresmitte weichen um für den Löwenpark Platz zu machen), löste einen Sturm der Entrüstung aus. Spielbergs Kommandant Friedrich Bitsch stellte klar: „Mit mir nicht.“
Auch politisch ist der Vorstoß gewagt: Alle Oppositionsparteien schließen eine Umsiedlung der FF Spielberg gegen deren Willen, den sie übrigens bei einer Mitgliederversammlung nochmals bestärk-te, aus. Und auch die eigenen Reihen sind in der Frage nicht geschlossen. „Wir fordern eine Standortgarantie für die FF Spielberg-Pielach und ein Absehen von Zwangsmaßnahmen“, stellt sich Forum-Chef Christian Pfeffer an die Spitze der Protestbewegung.
Unterschriftenaktion läuft
Mittlerweile hat auch der Bürgermeister einen Gang zurückgeschaltet. „Eine Bündelung der Kräfte halte ich weiterhin für sinnvoll“, so Widrich. Allerdings werde nichts gegen den Willen der Wehren unternommen.
Die Spielberger scheinen dem Willen nicht ganz zu trauen. Sie sammeln Unterschriften für ihre Eigenständigkeit, die sie auch in Zukunft gewahrt wissen wollen. „Die Aktion läuft gut“, so Friedrich Bitsch. Und auch auf Facebook haben bereits 136 Fans eindeutig Stellung bezogen: Ja zur Selbstständigkeit der FF Spielberg-Pielach.

Die FF Spielberg-Pielach ist eine gut funktionierende Gemeinschaft. Sie haben ein tolles Feuerwehrhaus und die Mitglieder und sonstigen Unterstützer haben dort viel geschaffen. Jahrzehnte ist dies so wie bei vielen anderen Wehren gut gegangen. Nun plötzlich kommt die Politik und sagt, es geht nicht mehr. Es sind vor allem jene Leute, die noch nie aktiv Feuerwehrluft geschnuppert haben und sich daher auch nicht vorstellen können, mit welch Herzblut ein Feuerwehrmann/Frau mit seiner Wehr verbunden ist. Hier geht es um mehr als nur um finanzielle Belange. Besonders die Gemeinschaft, in der heutigen Zeit wichtiger den je, macht das Feuerwehrwesen aus. Welche Gemeinde z.B. könnte in der heutigen Zeit die freiwillig von den Feuerwehrmitgliedern geleisteten Einsatzstunden bezahlen. Darüber soll auch der eine oder andere nachdenken wenn er schnell eine Meinung hat. Wird auch darüber einmal nachgedacht. Objekte und Ausrüstungen sind solange totes Kapital, solange sie nicht benötigt werden. Umso lauter wird aber dann von denjenigen um Feuerwehrhilfe gerufen, wenn sie selbst Hilfe benötigen. Dann, ja dann kann es nicht schnell genug sein und natürlich sollen dann alle Hilfsmittel vorhanden sein. Daher, lasst die gut funktionierenden kleinen Feuerwehren am Leben und spart dort, wo es Sinnvoll ist.