Sozialminister Hundstorfer: Keine soziale Hängematte
Mehr als 13.000 einstige Mindestsicherungs-Bezieher arbeiten wieder
Die Mindestsicherung half bereits mehr als 13.000 Menschen wieder zurück in die Arbeitswelt.
WIEN (kast). Wer Rudolf Hunds-torfer kennt, weiß, dass er kein Freund von Übertreibungen ist. Er, der einstige Gewerkschafts-boss, steht lieber mit beiden Beinen fest am Boden. Daher wundert es nicht, dass es keine Jubelmeldungen über das nunmehr ein Jahr alte Modell der Mindestsicherung gibt.
Die Mindestsicherung hat Menschen aus der Sozialhilfe heraus wieder zurück in den Arbeitsmarkt gebracht, zieht der Sozialminister trocken Bilanz. Im September vergangenen Jahres löste diese die bekannte Sozialhilfe ab. Mit mehr als 270.000 Beziehern hatte das Sozialministerium anfangs gerechnet. Derweil wird die staatliche Hilfe (753 Euro im Monat) von 120.000 Personen in Anspruch genommen.
In Oberösterreich maximal 821,50 Euro zwölfmal pro Jahr
Die Einführung der Mindestsicherung sowie ihre Höhe sind je nach Bundesland verschieden. In Oberösterreich ist sie erst seit Oktober in Kraft; in Wien und im Burgenland gibt es die Hilfe bereits seit September 2010. Hunds-
torfer will die Mindestsicherung nicht als soziale Hängematte (wie sie verunglimpft wurde) verstehen. Denn: Mehr als 13.000 eins-
tige Bezieher arbeiten jetzt wieder, 26.000 Menschen nahmen an Fortbildungskursen teil.
Zur Sache
Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) sieht in der Mindestsicherung eine weiterentwickelte Sozialhilfe. Die finanzielle Unterstützung zur Sicherung des Lebensunterhalts und Wohnbedarfs beinhaltet aber auch intensive Förderung bei der Jobsuche sowie sozialarbeiterische Beratung und Unterstützung.