Endgültig grünes Licht für den Ausbau des KH Zams

Kern der Krankenhauserweiterung sind vier Neubauten (Foto: Krankenhaus Zams)
 
Bgm. Siegmund Geiger (Zams), Generaloberin Sr. Maria Gerlinde Kätzler, LH Günther Platter und Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (Foto: Landespressedienst)

Baubeginn soll 2012 erfolgen – insgesamt werden 85,5 Mio. investiert

Eine gute Nachricht gibt es für die Bezirke Landeck und Imst: Für den Ausbau des Krankenhauses Zams gibt es nun endgültig grünes Licht.


ZAMS (tani). Vergangenen Donnerstag wurden in der Sitzung der Tiroler Gesundheitsplattform für Investitionsvorhaben insgesamt 258 Millionen Euro genehmigt. Davon fließen 85,5 Millionen in den Ausbau des KH Zams. „Diese Investition ist ein Quantensprung für die Gesundheitsversorgung der Oberländer Bevölkerung“, sagte Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg. LH Günther Platter sieht darin zudem einen wichtigen Impuls für die Wirtschaft. Und Bgm. Siegmund Geiger verwies darauf, dass auf lange Sicht 960 Arbeitsplätze gesichert sind. Das sind rund ein Drittel mehr Beschäftigte als derzeit.

Errichtet werden vier neue Gebäude. Durch diese Erweiterungsmaßnahme wird das Krankenhaus insgesamt von 324 auf 394 Betten aufgestockt. Neu angeboten werden 30 Betten in der Psychiatrie, 30 Betten in der Neurologie, inklusive einer Schlaganfall-Einheit, sechs Betten in der Palliativmedizin (unheilbare Patienten), 24 Betten in der Akutgeriatrie (Altersmedizin) sowie acht Betten in der Augenheilkunde.

Investiert werden 85,5 Millionen Euro, je 40 Millionen davon übernehmen das Land und die Gemeinden der Bezirke Landeck und Imst, 5,5 Millionen der Orden (Kongregation der Barmherzigen Schwestern). Läuft alles nach Plan erfolgt der erste Spatenstich 2012. Währenddessen werden die Pläne fertiggestellt. Die letzten Bauarbeiten sollen bis zum Jahr 2019 abgeschlossen sein.

Projekt-Schwerpunkte

Wesentliche Elemente des Zubau-Projektes sind:
Neubau „Abteilung Psychiatrie“
Neubau „Abteilung Neurologie inklusive Schlaganfall“
Neubau „Abteilung Altersmedizin“
Ambulanzerweiterung
Neubau „Küchentrakt mit Personalspeisebereich“
Neubau „Verwaltung“
Neubau „Krankenpflegeschule“
Tiefgarage
Umbau-, Sanierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen im Bestand



MEINUNG von Herbert Tiefenbacher


Der Mut zur Investition ist zu würdigen


85,5 Millionen Euro werden in den nächsten Jahren in den Aus- und Umbau des Krankenhauses in Zams investiert. Das ist wahrlich kein Pappenstiel. In Euro ist die wahre Dimension der Investition nicht wirklich zu erfassen. Man nimmt die Summe mit einem Handschlenker zur Kenntnis: „Ja, ja, hier entstehen vier neue Gebäude“. Rechnet man die 85,5 Millionen aber in durchschnittliche Einfamilienhäuser um, wird die Größenordnung sofort nachvollziehbar: Das entspricht dem Wert von rund 300 (!) Einfamilienhäuser. Also man könnte damit ein kleineres Dorf neu bauen.

Mit dieser Investition schlägt die Politik drei Fliegen mit einer Klappe: Erstens erfährt die Gesundheitsversorgung der Oberländer Bevölkerung einen Quantensprung. Zweitens wird damit im Kampf gegen die Krise ein positiver wirtschaftlicher Impuls gesetzt. Drittens werden rund 400 langfristig sichere Arbeitsplätze im Krankenhaus geschaffen.

Unterm Strich ist es also eine gute Entscheidung. Dabei ist der Mut zu würdigen, dass sich die Politik in Zeiten der leeren Kassen an das Werk wagt. Neben der Landesregierung sind hier die 54 Gemeinden der Bezirke Landeck und Imst zu nennen. Die Kommunen haben sich bereit erklärt 40 Millionen Euro aufzubringen, obwohl sie finanziell in der Klemme sind – und bei machen ist diese Klemme sehr groß.


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