Die Arbeiterkammer zieht Jahresbilanz

Arbeiterkammer-Bezirksstellenleiter zogen Bilanz. Alfred Jordan (re.) erklärt: „Nicht immer ist der Gang zu Gericht nötig.“ (Foto: privat)

1.992 persönliche Beratungen führte die Arbeiterkammer (AK) Korneuburg im Jahr 2011 durch.

Eine 31-jährige Verkäuferin aus Korneuburg musste sich zwar mit der Tatsache abfinden, gekündigt worden zu sein, aber immerhin konnte sie auf gewonnene Berufserfahrung zurückblicken. Ein schwacher Trost, stellte sich doch das Ende der Beschäftigung als Handelsangestellte mehr als kompliziert heraus.
Die Gehaltsabrechnungen und Arbeitspapiere sowie ein Dienstzeugnis ließen auf sich warten. Eine Sachverhalts-Überprüfung durch die AK-Bezirksstelle Korneuburg ergab, dass 50 Minusstunden ungerechtfertigt abgezogen worden waren. Weiters bestanden Ansprüche auf aliquote Sonderzahlungen, abzüglich der bereits geleisteten Zahlungen und die Abgeltung offener Mehrstunden im geleisteten Ausmaß, für die gesamte Dauer des Dienstverhältnisses.
Weiters ergab die Überprüfung, dass die Anmeldung bei der NÖGKK nicht vollständig erfolgt war. Kurz vor der Intervention durch die AK zeigte sich der ehemalige Dienstgeber jedoch bereit, die Außenstände zu begleichen und überwies der Verkäuferin den Fehlbetrag.
„Nicht immer muss der Gang zu Gericht als letzte Instanz wahrgenommen werden. Es ist auch ein Erfolg, wenn wir den Betroffenen eine Gesprächsgrundlage mit den ArbeitgeberInnen bieten können“, erklärt Alfred Jordan, AKNÖ-Bezirksstellenleiter in Korneuburg.

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