Die Maschkerer.

Königsdorf: Königsdorf | Die Maschkerer

Die Königsdorfer Burschen besinnen sich am Faschingsdienstag jährlich eines alten Faschingsbrauches. Sie nähen sich bunte Bänder oder (und) Strohhalme an alte Kleidungsstücke und ziehen durch die Dorfstraßen. Begleitet werden sie von einem Harmonikaspieler. Mit dabei ist auch ein Rauchfangkehrer, der all denen, die in den Klingenbeutel ihren Obolus entrichtet haben, mit Russ zwei schwarze Striche ins Gesicht schreibt.
Um die Aktion und die Musik ordentlich zu unterstreichen, schwingen die Maschkerer getrocknete aufgepumpte Schweinsblasen an Stöcken und schlagen damit auf den Boden oder die Passanten, was natürlich nicht schmerzhaft ist. Der archaische Brauch rundet die Faschingszeit mit diesen eigenartigen Glücksbringersymbolen ab.
Die Spenden, die dabei hereinkommen, verschönern und verbessern den Burschen den letzten Umtrunk vor der Fastenzeit. In alten Zeiten wurden auch Eier und Krapfen gebettelt. Diese Realien waren am Faschingstag leicht verfügbar, weil die Hühner ihr Legegeschäft im Vorfrühling verstärkt aufnahmen und in den Häusern die Faschingskrapfen in Fett schwimmend gebacken wurden.

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