40 Tage und 40 Nächte: Die Fastenzeit steht vor der Tür

Gemüse und gesunde Kost statt Fleisch und Süßigkeiten: Wer seine Fasten-Vorsätze einhält, darf stolz auf sich sein. (Foto: Alexander Rochau – Fotolia)

Von Aschermittwoch bis Karfreitag verzichten viele auf Luxus.

KIRCHDORF (gos). Die Fastenzeit dauert von Aschermittwoch bis Karfreitag. In der vorosterlichen Zeit verzichten viele Menschen aus religiösen und gesundheitlichen Gründen auf Genussmittel wie Fleisch, Süßigkeiten, Kaffee, Alkohol und Nikotin. Ob Christentum, Islam oder Buddhismus, Fasten ist in allen Weltreligionen vertreten.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der Lebensmittel und Unterhaltungsmedien im Überfluss zur Verfügung stehen. Beim freiwilligen Verzicht auf Luxusgüter, kann man erfahren, was es heißt, ohne diese auszukommen. Dabei ist es oft nicht leicht, den inneren Schweinehund zu überwinden. Wer fastet, tut seinem Körper etwas Gutes, denn eine fleischlose Ernährung kann sich positiv auf den Cholester­in­wert auswirken. Eine extremere Form der Askese sind Fastenkuren. Dabei beschränken sich viele tagelang auf flüssige Nahrung wie Suppen, Kräutertees und Wasser.

„Leider wird das Fasten von vielen übertrieben“, sagt Armin Mehadzic vom Fitnessstudio Injoy in Kirchdorf. Nebenwirkungen sind Konzentrationsschwächen und Übellaunigkeit. Außerdem kann man damit den Kreislauf schwer belasten. Eine entschlackende und entgiftende Wirkung ist ohnehin wissenschaftlich nicht bewiesen. „Zum Abnehmen ist das definitiv der falsche Weg. Man sollte sich stattdessen ausgewogen und gesund ernähren. Wer wirklich abnehmen will, sollte abends auf Kohlenhydrate verzichten und auf eiweißreiche Produkte umsteigen“, so Mehadzic.

Wer nach einer Kur sofort auf normale Kost umsteigt, kann außerdem schnell wieder zunehmen: „Damit der Jojo-Effekt ausbleibt, sollte man sich nach einer Fastendiät genau überlegen, was man zu sich nimmt“, weiß Mehadzic. Der Körper hat sich an die minimalistische Nahrungszufuhr gewöhnt und nimmt nach einer „Notzeit“ Fette und Kohlenhydrate umso schneller wieder auf.

Fasten sollte nicht übertrieben werden. Viel mehr geht es darum, sich jeden Tag ausgewogen zu ernähren, anstatt sich einmal im Jahr mit einer Null-Diät zu kasteien.

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