Neuer Posten für Peer
Walter Peers Entsendung in den Aufsichtsrat der TIWAG nährt die Comeback-Gerüchteküche.
Innsbruck - Wohl kein Beobachter hat ernsthaft damit gerechnet, dass Walter Peer die Bühne der Öffentlichkeit für immer verlässt. Der ehemalige Innsbrucker Verkehrs-StR war, ist und bleibt eine der wichtigsten Personalressourcen der Sozialdemokraten. Vergangene Woche versah ihn seine Partei mit einem verantwortungsvollen Posten.
Nachdem LA Klaus Gasteiger aus Protest um die versenkten Hypo-Millionen und deren Abdeckung durch die TIWAG seinen Sitz im Aufsichtsrat der Tiroler Wasserkraft AG geräumt hatte, wurde Walter Peer von der SPÖ als dessen Nachfolger nominiert. „Aufsichtsratspositionen sind immer eine spannende Herausforderung, vor allem, wenn man etwas bewegen kann. Die TIWAG ist ein gut geführtes Unternehmen und ich freue mich auf diese Herausforderung“, betont Peer diesbezüglich. Dass es rund um geplante Großprojekte des Energieversorgers immer wieder zu heftigen politischen Schlagabtäuschen kommt, schreckt den ehemaligen Verkehrsreferenten der Stadt Innsbruck wenig. „Solche Schwierigkeiten sind dazu da, um gelöst zu werden und sie machen die Tätigkeit erst spannend“, so Peer.
Neustart der Polit-Karriere?
Unterdessen wittern Polit-Insider hinter der Bestellung Peers einen Masterplan, diesen zurück in die Politik zu holen. Peer hatte 2010 seinen Stadtsenatssitz zurückgelegt und sich als Gemeinderat bis zum heutigen Tag beurlauben lassen, um der Innsbrucker SPÖ eine Zerreißprobe zu ersparen. Denn Peer galt und gilt bei vielen als „bessere Alternative“ für die designierte Spitzenkandidatin Pokorny-Reitter.
Doch nicht nur auf Stadtebene wird Peer als Zukunftshoffnung gehandelt. Auch eine mögliche Ablöse von Landesparteichef Hannes Gschwentner durch den Manager mit besten Beliebtheitswerten, halten Insider für möglich.
„Kein politisches Amt“
Peer selbst betont, dass seine Entsendung in den Aufsichtsrat der TIWAG keine politische Rückkehr darstellt. „Politik ist Politik und Aufsichtsrat ist Aufsichtsrat. Das hat nichts miteinander zu tun. Ich glaube, die SPÖ wollte mit dieser Entscheidung auf Kompetenz setzen und traut mir diesen Posten offenbar zu“, erklärt Peer. Gerüchten, wonach er Gschwentner als SPÖ-Chef ablösen könnte, erteilt er eine klare Absage: „Natürlich bin ich nach wie vor SPÖ-Mitglied. Aber mit Hannes Gschwentner verbindet mich ein vertrauensvolles Verhältnis.“

