Grüne schießen sich auf Franz Gruber ein

LA Mair betitelt Vizebgm. Gruber als Doppelagent und Lobbyist. Gruber: „Schmutzkübel“

INNSBRUCK. „Franz Gruber ist offensichtlich ein Doppelagent, und diese Tarnung ist nun aufgeflogen“, poltert LA Gebi Mair. Der grüne Mandatar wirft dem Innsbrucker VP-Chef vor, im Jahr 2009 seine Position als Gemeinderat der Stadt Innsbruck zugunsten seines Auftraggebers TIWAG ausgenutzt zu haben. Gruber war damals bei der Agentur „hofherr“ tätig.

„Ja, ich war damals für die Kommunikation der Tiroler Wasserkraft AG zuständig. All das ist aber bekannt. Sowohl die Mitglieder der Stadtregierung als auch der Gemeinderat haben davon selbstverständlich gewusst. Es war bzw. ist übrigens auch im Leistungsverzeichnis der Agentur ersichtlich, dass 2,5 Arbeitsstunden für diese Tätigkeit verwendet wurden“, betont Gruber. „Fast jeder Gemeinderat geht einem Brotberuf nach. Auch andere Gemeinderäte stehen für ihren Arbeitgeber öffentlich ein – ich erinnere etwa an: GR Helmut Buchacher von der SPÖ, der als Betriebsrat bei den IVB (er ist auch Mitglied im Verkehrsausschuss) beschäftigt ist; GR Gerhard Fritz von den Grünen ist ebenfalls Mitarbeiter bei den IVB. GR Kunst von den Freiheitlichen ist im Dienst beim Bundesheer“, so Gruber.

„Es macht einen Unterschied, ob man als Gemeinderat bei einem Verkehrsunternehmen oder beim Bundesheer angestellt ist, oder ob man für eine Lobbyingagentur arbeitet“, ist Mair überzeugt und sieht Gruber sogar bereits als rücktrittsreif.

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Manfred Kremser aus Innsbruck am 29.10.2011 um 10:21 Uhr  
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