Das Schlimmste ist bald überstanden
Verkehrs-StR Peer zeigt sich zuversichtlich, dass Zeitplan hält und Brunnecker Straße am Sonntag fertig ist
(gstr). Gerade für die Anrainer und die in der Nähe ansässigen Bertriebe war die monatelange Baustelle in der Brunnecker Straße ein Graus. Voraussichtlich am Sonntag sollen die Arbeiten jedoch abgeschlossen sein.
Yusuf Hayir kann es kaum mehr erwarten. Am kommenden Sonntag soll die Mega-Baustelle vor seinem Geschäft endlich Geschichte sein. „In den letzten Monaten ist mein Umsatz um etwa die Hälfte eingebrochen. Ich hoffe, dass das jetzt wieder besser wird“, betont der Betreiber eines türkischen Lebensmittel-Marktes direkt an der Kreuzung Brunnecker Straße, Ing.-Etzel-Straße und Museumsstraße. Ihm und allen anderen leidgeprüften Anrainern kann StR Walter Peer versichern, dass der Baulärm bald vorbei ist. „Wenn man heute vor der Baustelle steht, kann man sich gar nicht vorstellen, dass hier in einer Woche schon wieder der Verkehr rollen wird. Aber die Experten sind sehr zuversichtlich, dass der Zeitplan hält und wir die umgestaltete und erneuerte Kreuzung am Sonntag wiedereröffnen können“, betont Peer.
Nächstes Projekt: Uni-Kreuzung
Doch für all jene Autofahrer, die regelmäßig mit dem Pkw in der Stadt unterwegs sind, ist die Fertigstellung der Brunnecker Straße nicht mehr als eine kurze Atempause. Denn weitere Baumaßnahmen und damit verbundene Sperren und Umleitungen werfen bereits ihre Schatten voraus. So wird in den kommenden Monaten auch der Umbau und die Gleisverlegung an der Uni-Kreuzung in Angriff genommen. Generell wird die vielzitierte „Verlängerung der Linie 3 bis zum fünften Gymnasium“ in den kommenden Monaten noch etliche neuralgische Punkte in der Stadt lahmlegen. Zusätzlich laufen auch bereits die Planungen für den Umbau der Grassmayr-Kreuzung auf Hochtouren. Ein Baubeginn ist bei diesem Projekt jedoch noch nicht fixiert. Für Innsbrucks Autofahrer ist demnach die Freude über diese Fertigstellung eher von kurzer Dauer.
Bin auch gespannt ob die Baustelle wirklich bis Sonntag weg ist,
sieht ja noch ziemlich unfertig aus...

An Koordination muss gefeilt werden
Das ganz große Chaos, das aufgrund der jüngsten Bauarbeiten zu befürchten stand, ist bislang ausgeblieben. Zwar ist der Verkehr in der Innenstadt mehrmals zum Erliegen gekommen, allerdings haben sich die Autofahrer relativ rasch auf die neuen Gegebenheiten eingestellt und Alternativrouten gewählt. Doch gerade die Baustellen im Großraum Museumstraße haben klar gezeigt, dass die Koordination derselben noch lange nicht optimal funktioniert.
Wenn etwa – wie im Frühjahr tatsächlich passiert – die Brunnecker Straße gesperrt wird, noch während auf der Umleitungsstrecke über die Sillgasse gebaut wird, kann man wohl kaum von Baustellen-Management reden. Hier wird die Stadt in den kommenden Monaten noch sehr viel dazu lernen müssen, zumal nun Arbeiten an weiteren neuralgischen Punkten anstehen.