Neues Projekt gegen „Schulmüdigkeit“
Doppelt so viele Beratungen der SchulsozialarbeiterInnen in Imst
IMST. Seit dem Start der tirolweit einzigartigen Schulsozialarbeit in Imst im Herbst 2008 hat sich die Anzahl der Beratungen von SchülerInnen von 489 auf 919 nahezu verdoppelt: Das geht aus der Bilanz von Philipp Bechter, Melanie Pirschner und Christina Steixner für das vergangene Schuljahr hervor. Die drei SchulsozialarbeiterInnen sind für insgesamt 1.000 Kinder und Jugendliche an fünf Schulen der Bezirkshauptstadt zuständig. Betreut werden die Neuen Mittelschulen Ober- und Unterstadt, die Polytechnische Schule sowie das Sonderpädagogische Zentrum.
Unter dem Motto „offen, freiwillig und vertraulich“ werden SchülerInnen, aber auch Eltern beraten – auf Wunsch online. Bewährt hat sich der neue Schwerpunkt „Aktionsgemeinschaft Schulmüdigkeit“, der in der achten Schulstufe zu einem positiven Hauptschulabschluss verhelfen soll: Nur zwei von 14 begleiteten Mädchen und Burschen sind im letzten Schuljahr „durchgefallen“. In diesem Zeitraum wurden außerdem 384 SchülerInnen und 58 Eltern oder Erziehungsberechtigte beraten. Insgesamt 43 Klasseninterventionen und 66 Projekte führten die SchulsozialarbeiterInnen durch, um Konflikte mit den MitschülerInnen oder in der eigenen Familie zu entschärfen.
„Diese Einrichtung hat sich für SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen zu einer unverzichtbaren Hilfestellung im schulischen Alltag entwickelt“, freut sich Soziallandesrat Gerhard Reheis über die Annahme des von Land Tirol, Gemeinde Imst und Europäischer Union getragenen Angebotes. „Die positiven Auswirkungen betreffen den Bildungsverlauf der betreuten SchülerInnen, aber auch ihre psychische Gesundheit und das Schulklima ganz allgemein“, sieht Reheis die Einführung des Pilotprojektes vor drei Jahren mehr als bestätigt.
