Spa(r)ßpaket im Fasching!

Wie viele Österreicherinnen und Österreicher verdienen ein Monatsbruttogehalt von 13.280 €?
Sind die VerhandlerInnen der einzelnen Ausschüsse weltfremd, abgehoben oder schlägt die Nähe des eigenen Hemdes hier zu? Anders ist das nicht zu erklären!
Wie hoch ist der Prozentsatz der Bediensteten des Öffentlichen Dienstes, die genau in dieses Schema passen!
Der Öffentliche Dienst besteht nicht nur aus Sektionschefs, Ministerialräte oder hoch bezahlte Berater. Die größte Masse bei den Beamten und Vertragsbediensteten ist die der Klein- und Mittelverdiener.
Es ist gar nicht so lange her, dass Frau BM Heinisch-Hosek ihre Bediensteten des Öffentlichen Dienstes überschwänglich gelobt hat, weil diese im Vergleich in der EU Spitzenarbeit verrichten.
Jetzt will eben diese Regierung vehemente Einsparungen den Staatsdienern auferlegen. Es ist jetzt schon sehr schwierig Personal und nicht nur irgendein Personal sondern wirklich fachlich gutes Personal für den Staatsdienst zu begeistern! Da kann die Regierung einen Aufnahmestopp ruhig ausrufen, denn aufgrund der Einstiegsgehälter in den Bundesdienst, begeistert sich niemand für einen Job.
Kann mir bitte irgendwer von den Regierungsmitgliedern erklären, warum sich jemand eine Job antun sollte, wo er bei einem Einstiegsgehalt von ca. 1000, - € (netto, ohne Zulagen) Gefahr läuft beschimpft, angegriffen und beleidigt zu werden (Polizei, Lehrer, Pflegedienst, Verwaltung,…)
Die Altersstruktur im Öffentlich Dienst ist eine sehr hohe. Es gibt einen hohen Anteil von KollegInnen im Altersbereich zwischen 50 und 65 Jahren.
Wenn aufgrund der natürlichen Pensionierungswelle in den nächsten Jahren ein Aderlass im Öffentlichen Dienst stattfindet und sich keine Interessenten finden, die gerne, mit voller Energie und mit Freude die Arbeit antreten wollen, dann kann sich die Regierung diesen „gefürchteten“ Aufnahmestopp so oder so sparen.
Die Arbeitsbelastung wird ja nicht weniger! Geplante und dann durchgeführte Umstrukturierungen erfordern ein hohes Maß an Flexibilität, körperlicher Gesundheit und Belastbarkeit! Jeder/Jede hat in seinem Verwandten- oder Bekanntenkreis Personen in diesem Alter (50 bis 65 Jahren) und wird aufgrund von deren Aussagen wissen, dass es nicht mehr so einfach ist auf Neues einzustellen!
Die Folge sind dann Langzeitkrankenstände der KollegInnen! Die Arbeit müssen andere auffangen und übernehmen. Diese KollegInnen kommen dann aber auch irgendwann an die Grenze ihre Belastbarkeit und sind frustriert!

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karl bauer aus Wien-11 Simmering am 11.02.2012 um 09:46 Uhr  
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