Kommentar: Freunderlwirtschaft? Wo denn?

BZÖ-Gemeinderat Wolfgang Zibusch war der Meinung, die Übernahme des Kottinghörmannser Dorfteiches durch die Tochter des jahrzehntelangen Pächters, die zufällig Schremser Stadtamtsdirektorin ist, könnte wie Freunderlwirtschaft aussehen, würde man den Pachtpreis nicht erhöhen. VP-BR Martina Diesner-Wais ortete Potential zur Einnahmensteigerung für die finanzmarode Gemeinde. Die gesamte Causa beschäftigte den Schremser Gemeinderat, verglichen mit den restlichen Tagesordnungspunkten, über Gebühr lange. Was bei dieser verzichtbaren Diskussion völlig abging, waren sowohl Augenmaß, als auch Feingefühl. Der kürzlich verstorbene Vater der Stadtamtsdirektorin erwirtschaftete aus dem Dorf-Lösch-Bade-Eislaufteich über Jahrzehnte keine Neid erregenden Vermögenswerte. Selbiges ist auch künftig nicht zu erwarten. Andere Interessenten, die bereit wären ein Mehrfaches an Pacht zu entrichten, gingen ebenfalls ab. Dennoch musste die Erhöhung des Pachtzinses ohne Rücksicht auf verletzte Gefühle betrieben werden. Es ging um sage und schreibe 40 (!) Euro. Schäbig ist das!
Eva Jungmann

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