500 Briefe von der Front nach Spannberg

Sigrid Pribitzer-Wohlmut präsentiert ihr Erstlingswerk „Es war einmal eine Familie“. (Foto: Seidl)

Das Leben schreibt die dramatischsten Geschichten. Nachzulesen in „Es war einmal eine Familie“.

SPANNBERG. „Ich will nicht jammern, aber der Hunger tut schon sehr weh.“ Es sind Sätze wie dieser, die das Buch von Sigrid Pribitzer-Wohlmuth so berührend machen.
Nach dem Tod der Großmutter entdeckte die Spannbergerin Briefe der beiden Großonkel in deren Nachlass. Es sind Briefe, geschrieben von den Fronten des 2. Weltkrieges – von Dänemark bis Russland. Es sind Briefe, die von anfänglichem Optimismus erfüllt sind und in die zunehmende Realität des Krieges abgleiten. Es sind Briefe, die das Schicksal zweier junger Männer beschreiben. Es sind Briefe von gefallenen Soldaten.
Zuerst wollte Sigrid Pribitzer-Wohlmuth diese Zeitdokumente nur für ihre Familie sichern. Doch mit zunehmender Beschäftigung entwickelte sich der Wunsch die Briefe in Buchform zu veröffentlichen.
Zwei Jahre arbeitete die Herausgeberin an der Übersetzung der in Kurrentschrift verfassten rund 500 Briefe. Recherchen in Archiven und Gespräche mit noch lebenden ZeitzeugInnen der Familie runden die geschilderten Schicksalsdaten ab.
„Ich habe nichts von den Briefen weggelassen. Im Buch steht alles so, wie es von Willi und Eddi geschrieben wurde“, betont die Autorin die Wichtigkeit die Texte unverfälscht wiederzugeben.

Spannberger Alltag
Sigrid Pribitzer-Wohlmuth wird ihr Erstlingswerk „Es war einmal eine Familie ...“ am 4. März um 15 Uhr im Spannberger Pfarrstadl präsentieren.
Gemeinsam mit ihrer Mutter und unterstützt von Bürgermeister Herbert Stipanitz plant sie bereits ihr nächstes Projekt: Spannberger Erinnerungen – eine Chronik des Alltäglichen.
Karina Seidl

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HELMUT SANTER aus Kitzbühel am 21.02.2012 um 04:34 Uhr  
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