Kriseninformation 4: Am „Nasenring“ der EU-Diktatoren

von Herbert UNGER aus Eisenstadt | am 11.10.2011 | 2203 mal gelesen | 0 Kommentare | 0 Bildkommentare | 1 Bild

Regionaut Herbert Unger hat sich wieder aufgemacht und besuchte nunmehr zum vierten Mal den Sicherheitspädagogen Ing. Wilmont Franta vom „Institut für Sicherheitspädagogik & Mediation“ in Wien um ihm wieder einige gezielte und harte Fragen zur aktuellen Krise zu stellen.

Reg. Unger: Herr Franta, alle Ihre Angaben in unseren bisher drei geführten Interviews: „Ist es schon 5 nach 12 ?“, „Wie sicher sind Banken ?“ und „Ist das „Endspiel“ angepfiffen ?“ haben sich bisher als stimmig erwiesen. Heute möchte ich Ihnen eine ganz provokante Frage stellen: Hängen wir EU-Bürger alle am „Nasenring“ der EU-Diktatoren?

Franta: Werter Redakteur Unger, hier ist Ihre Frage komplizierte als deren Antwort, die da lautet: Derzeit ja, aber dafür nicht mehr allzu lange.

Reg. Unger: Bitte erklären Sie das etwas genauer.

Franta: Dass man einst in vielen Ländern in Europa das Ja zur EU-Mitgliedschaft der Bevölkerung dieser mit einer Fülle an Versprechungen, Lügen und sonstigen Tricks herausgelockt hat, ist wohl schon allen aufgefallen. Ich erinnere nur an die „Eder-Aussage“, dass jeder Österreichischen Familie ein Tausender (noch in Schilling) pro Monat mehr im Tascherl bleiben wird. Ich suche diesen übrig gebliebenen Tausender noch heute und habe ihn nicht gefunden. Ganz im Gegenteil, ich brauche – in Schilling ausgedrückt – der Inflationsentwicklung geschuldet nunmehr jetzt um drei „Eder-Tausender“ mehr als bisher. Aber auch die einstige Aussage, dass wenn wir Österreicher der EU-Mitgliedschaft nicht zustimmen, es sodann zu einer Erhöhung der Arbeitslosigkeit kommen wird, hat sich insofern bewahrheitet, dass diese zwar tatsächlich exorbitant gestiegen ist, jedoch erst durch die Mitgliedschaft zur Europäischen Unsinns-Union. Durch statistische Tricks werden zwar alle Zahlen – übrigens in allen staatlichen Bereichen – geschönt, doch ändert dies nichts an den Tatsachen einer grauslichen Entwicklung. Auch in Deutschland läuft es nicht anders.

Reg: Unger: Ich sehe, dass Sie bei diesem Thema so richtig in Fahrt gekommen sind. Ich ersuche um weitere Aussagen hierzu.

Franta: Gut, erinnern Sie sich noch an Irland, dass derzeit – wie fünf weitere EU-Länder - ebenfalls ein Pleitekandidat erster Güte ist. Da waren zuerst die Banken pleite und diese Pleite wurde dann vom Staat „übernommen“ und mutierte so zum Pleitegeier der Bevölkerung. Um das Ja der Iren zu EU-Verträgen mit „Gewalt“ zu erhalten, mussten diese nicht nur zweimal abstimmen, sondern wurden in der Zwischenzeit sogar mit EU-Geldern direkt überschüttet um der Bevölkerung damit vorzugaukeln, wie gut sie es bei der EU haben könnten. Aber auch diese Gelder waren nicht geschenkt, sondern kreditiert. Jetzt steht das Land vor dem Abgrund und beispielsweise haben sehr viele private Pferdebesitzer bereits vor ca. einem Jahr ihre Pferde ganz einfach ausgesetzt und der Landschaft überlassen, da sie sich die Haltungskosten nicht mehr leisten konnten. Es soll sich landesweit um ca. 25.000 Pferde handeln. Am Rande sei auch noch erwähnt, dass das EU-Konstrukt nicht auf demokratischer Grundlage aufbaut, sondern sich immer mehr als EU-Kommissars- und Räte-Diktatur zu Gunsten des Großkapitals, der Banken und der Großindustrie darstellt und als Solches wohl auch konzipiert wurde.

Reg. Unger: Was bedeutet das konkret?

Franta: Konkret bedeutet das, dass z.B. erst vor wenigen Tagen apodiktisch von den EU-Diktatoren gegenüber dem „Negeranten-Griechenland“ verlangt wurde, dass sie nicht nur ihre staatlichen Vermögensteile – Stichwort Inselverkauf – zu Schnäppchenpreisen dem Großkapital überantworten, besser gesagt „überschenken“ sollen/müssen, sondern auch Teile ihrer Souveränitätsrechte an Brüssel abgeben sollen. Dies ist auch für alle kommenden Staatsbankrottländer so geplant und darf durchaus auch als „Ziel“ dieser teils auch künstlich herbeigeführten Krise angesehen werden. Wir haben es hier mit der größten Volksberaubung in der Geschichte zu tun. Und dies ohne dass die Meisten von uns den „Räuber“ zu erkennen imstande sind. Und ich sage es ganz hart: Wer andere durch List und Absicht (Dolus) in die Verschuldung führt, der versklavt damit ganz automatisch die Bevölkerung. Ein Land selbst kann ja nie Bankrott gehen, sondern immer nur die Bevölkerung. Wir haben es sozusagen im Zusammenhang mit den EU-Diktatoren, der EZB, dem IWF, der Weltbank und den politischen Volksverrätern – siehe Rettungsschirm- Absegnung EFSF („European Financial Stability Facility“) in Deutschland vor einigen Tagen - mit Wirtschaftsverbrechern zu tun. Mit keinen gewöhnlichen Verbrechern, sondern mit „Immunitäts-Verbrechern“, also Gangstern, welche derzeit keine Verfolgung befürchten müssen. Dies wird sich jedoch bald ändern. Die Wall-Street-Demonstranten, welche zu hunderten von der Staatsgewalt verhaftet und malträtiert wurden, sind auch in den USA ein Beispiel für Gesagtes. Aber natürlich werden auch die Demonstranten in den europäischen Städten, wenn sie „aufmucken“ und die „künstliche“ Vernichtung sozialer Errungenschaften zu Gunsten diverser „Rettungsschirme“ durch Demonstrationen beklagen, meist „windelweich“ geschlagen und mittels Tränengas und Wasserwerfer „diszipliniert“.
Als es in Österreich anlässlich der gesellschaftlichen- und sozialen Revolution des Jahres 1848 schlussendlich dem Kaiserhaus gelang, diese Unruhen großteils auch mit Hilfe fremder Ethnien (Soldaten der Kronländer) niederzuschlagen, wurde jedoch noch vorher der damalige Österreichische Kriegsminister (heute sagt man Verteidigungsminister, da es ja am Hindukusch z.B. die Deutsche Demokratie zu verteidigen gilt und Deutsches Militär auch in Libyen logistisch wütet) Graf Latour vor seinem Amtsitz „Am Hof“ am Laternenmast aufgeknüpft. So schnell kann so etwas gehen, wenn „Wutbürger“ ausrasten. Dieser ehemalige Amtssitz des Kriegsministers Graf Latour war bezeichnender Weise später ein bekanntes Bankgebäude bevor es vor einiger Zeit von der Bank an einen „Immobilien-Investor“ verkauft wurde.

Reg. Unger: Sagen Sie uns nunmehr einiges zum Euro. Wird es diesen noch lange geben?

Franta: Diesen wird es nicht mehr lange geben. Schon bald werden die ersten Euro-Dominosteine fallen und einzelne Länder aus dem Euro-Verbund ausscheren. Jeder Wirtschaftsstudent lernt an der Uni, dass unterschiedliche Wirtschaftsräume keine gemeinsame Währung haben können. Das wussten natürlich auch die EU-Granden, haben sich jedoch zu Gunsten der geplanten und nunmehr begonnenen größten Volksberaubungs-Aktion trotzdem zur Einführung des Euros hierzu entschlossen. Hieraus darf der o.g. Dolus als Nachweis der „Beraubungsabsicht“ abgelesen werden. Anders ausgedrückt: Eine Chance, dass es mit dem Euro gut gehen hätte können, gab es nie. Fragen Sie die Deutschen Professoren Hankel, Nölling, Schachtschneider, Spethmann und Starbatty (im Buch „Das Euro-Abenteuer geht zu Ende“ nachzulesen).

Reg: Unger: Hätte das Experiment „EU“ auch gut gehen können? Schließlich wollte man auch innerhalb Europa Frieden einkehren lassen und Kriege der Länder untereinander verhindern. Und natürlich wollte man auch grenzenlosen Handel betreiben und den Währungswechsel anlässlich von Reisen beseitigen.

Franta: Also, nicht einmal Kriege konnte man verhindern. Denken Sie nur an die Kriege im ehemaligen Jugoslawien (Bosnien, Kosovo, etc.). Da haben auch Deutsche-, Französische- und auch Holländische Soldaten unter UN-Mandat teilgenommen und kläglich versagt. Und zuletzt (anfangs war das anders) hat man noch die Serben dämonisiert und zu Schuldigen gemacht, obwohl die ersten Schuldigen die damaligen Außenminister Genscher (D) und Mock (Ö) waren, welche das sezessionistische Kroatien und auch Slowenien politisch anerkannt haben. Die Dinge hatten natürlich einen politisch-, religiösen und faschistischen Hintergrund, den wir heute hier nicht behandeln wollen. Grob gesagt darf man feststellen, dass fast alles was wir in der Systempresse zu lesen bekommen, getürkt, erlogen und im besten Fall geschönt ist. Wir haben heute einen systembedingten Schweine-Journalismus, welcher nicht zuletzt am Inseratentropf hängt.
Und zum grenzenlosen Handel möchte ich sagen, dass nicht nur seit mehr als zweitausend Jahre innerhalb Europas stets erfolgreich gehandelt wurde, sondern dass dieser Handel auch schon vor der EU erfolgreich gelaufen ist. EWR und Comecon-Raum sind hier nur zwei Beispiele der jüngsten Vergangenheit.
Wir müssen anlässlich von Reisen innerhalb der EU zwar heute viel weniger Geld in die entsprechende Landeswährung wechseln, was einst auch Gebühren gekostet hat, doch ist die Kaufkraft des Euros um viel mehr gesunken, als eine Umwechslungsgebühr auch heute noch ausmachen würde.

Reg. Unger: Kehren wir zur EU-Diktatur zurück. Wie wird es mit dem Laborversuch EU weitergehen?

Franta: Die Richtung zeichnet sich ab. Zuerst hat man Milliarden für Griechenland und andere Länder aus den schon lange verpfändeten Steuergeldern den meisten EU-Mitgliedsstaaten abgepresst (ausgenommen Slowakei). Diese kamen natürlich nicht der Griechischen Bevölkerung zugute, sondern jenen Banken, welche unter Führung der EU-Granden Griechenland erst in diese Verschuldungssituation gebracht haben. Daher können jetzt die Bankster auch die fälligen Zinsen- und Zinseszinsen für diese nunmehr „geretteten“ Anleihe-Forderungen ebenfalls dem Steuerzahlen „umhängen“, was ebenfalls ein Indiz für den besprochenen „Raub an der Bevölkerung“ ist. Die CDFs (Credit Default Swapps), also die „Versicherungen“ für die nicht bedienbaren griechischen Staatsanleihen, bilden das abgesicherte Sahnehäubchen für die „Gierhals-Bankeigner“ unter Kumpanei fast sämtlicher Kapitalakteure und Choreographie volksverräterischer Politiker aller Couleurs. Graf Latour lässt bald wieder grüßen.

Reg. Unger: Was bedeutet das für EU-Bürger in letzter Konsequenz?

Franta: Das bedeutet grob ausgedrückt eine schleichende Verarmung der Bevölkerung bis hin zur Verelendung (wie in den 30er-Jahren) infolge von Steuer- und Gebührenerhöhungen, steigender Inflation, zukünftigem Zugriff auf Teile privater Ersparnisse unter „liebevoller Argumentation“ damit es nicht so weh tut, allenfalls Lastenausgleich, Zwangs-Hypotheken, verpflichtender Arbeit für den Staat durch Arbeitslose (in Ungarn schon eingeführt), Pensions- und Gehaltskürzungen (wie bereits in vielen EU-Ländern ebenfalls eingeführt), Sozialabbau, Anstieg der Arbeitslosen (wie gerade wieder auch in Spanien), Anstieg der Privatkonkurse (wie gerade bekannt gegeben), weiterer Ausbau von Suppenküchen und Sozialmärken, Anstieg der Depressionen und Selbstmordraten (wie in den 30er-Jahren), Kündigungen und Entlassungen, Verarmung und – wie schon erwähnt - schlussendlich partielle Verelendung (Lettland, Griechenland, Portugal), Radikalisierungen, Unruhen und wohl auch bürgerkriegsähnliche Zustände, wie sie sich schon abzeichnen. Die berechtigte Auferstehung von Nationalismen ist eben all diesen Entwicklungen geschuldet und wird uns vermutlich vom EU-Joch befreien. Aber auch nachher wird es nicht lustiger. Zu tief haben sich die Fehlentscheidungen unfähiger Politiker und Wirtschafts-Kapitäne in unser gesellschaftliches- und wirtschaftliche Dasein gebrannt.

Obwohl viele Steuergelder unter dem Titel „Rettungsschirm“ gerade in den letzten Jahren hauptsächlich jenen Banken zugute kamen, welche Anleihen diverser Pleiteländer hielten, die ihnen in der Folge zu Lasten der Bevölkerung von der EZB als „Kreditpfand“ abgenommen wurden, durften wir heute (10. Okt.) im Österreichischen KURIER-Online-Portal lesen: „Banken rüsten für den großen Crash“ und „Banken beginnen, sich auf das Schlimmste einzustellen“. Retten hieß ja schon bisher oftmals – wie gerade bei der Belgischen Dexia-Bank passiert – verstaatlichen. So etwas kennen auch wir in Österreich mit der Hypo-Alpe-Adria-Bank, welche wohl nicht die letzte sein wird, welche „unter staatliche Aufsicht“ gestellt oder gar vom Staat zur Gänze übernommen werden muss.

Reg. Unger: Gibt es hierzu einen Ausweg?

Franta: Nicht mehr. Dies ist ja wie oben beschrieben auch eines von mehreren Zielen der EU-Diktatoren gewesen. So wie auch die absichtliche Migranten- und Asylantenüberflutung um mit der „Politik der Angst“ eine Zielbeschleunigung herbeizuführen. Wir hängen somit derzeit noch unwiderruflich am Nasenring der EU mit all seinen Konsequenzen. Bald heißt es jedoch „Game over“ und der Nasenring könnte wieder ab sein.

Reg. Unger: Ich danke Ihnen auch wieder für dieses Interview und gehe heute - wie immer wenn ich mit Ihnen gesprochen habe – sehr besorgt nach hause.


Ing. Wilmont Franta ist Sicherheitspädagoge in Wien, „Eingetragener Mediator“ im Bundesministerium für Justiz, als Bauingenieur auch ausgebildete Sicherheitsfachkraft (SFK) nach ASchG, Brandschutzbeauftragter und Betrieblicher Ersthelfer. Franta beschäftigt sich auch mit Kriminalprävention und ist Inhaber aufrechter Waffentraggenehmigungen für drei europäische Länder (Ö, CH, D) und hierzu auch umfänglich ausgebildet.
(E-Mail: ing.w.franta@sicherheit-mediation.com)

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