„Zahnloser Tiger wehrt sich“
Lohnvergleich lässt die Frage zu: „Sind
Kleinkindpädagogen Gemeindebedienstete zweiter Klasse?“
BISCHOFSHOFEN. Die AbgängerInnen der BAKIPs in Bischofshofen und Salzburg verweigern laut Berufsgruppe der PädagogInnen in Kinderbetreuungseinrichtungen (kurz BPKS) in Scharen den Einstieg in den Beruf. Diese dringend benötigten Fachkräfte für die entscheidenden ersten Jahre des Bildungsweges fehlen in den Kindergärten und müssen durch wenig qualifiziertes Hilfspersonal ersetzt werden.
Billigere Arbeitskräfte im Gemeindedienst
Woran das liegt, sei offensichtlich. „Zum einen braucht es eine grundlegende Verbesserung der Rahmenbedingungen, was die erschreckende Zahl an Burn-out-Fällen unter unseren PädagogInnen zeigt, und zum anderen bildet auch die Entlohnung wenig Anreiz, den anspruchsvollen Beruf auszuüben“, bewertet BPKS-Obfrau Maria Zeilinger die Situation. In Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften werden von der Berufsgruppe für 2012 Kampfmaßnahmen für eine gerechte Entlohnung durchgeführt werden.
Gemeindebedienstete sind am Lohnzettel nicht gleich
Auch die Gleichbehandlungskommission hat vor Jahren schon eine verdienstmäßige Ungleichbehandlung dieser Berufsgruppe festgestellt. So betrage die Lebensverdienstsumme der KindergartenpädagogInnen mit Matura nur 1.395.122,40 Euro, jenes eines/r Maturanten/in, der/die ebenfalls im Gemeindedienst tätig ist, jedoch 1.598.837,80 Euro. Zeilinger fordert Gehör und Tatkraft von allen politisch Verantwortlichen und warnt: „Die Aktionen werden überraschen, denn 2012 wird unser Kampfjahr – auf Landes- und Bundesebene!“
Formierung der PädagogInnen auch im Pongau
Die Berufsgruppe der PädagogInnen in Kinderbetreuungseinrichtungen des Pongaus lädt am kommenden Dienstag, den 28. Februar um 18.30 Uhr alle Interessierten in den Maximiliansaal nach Bischofshofen. Unter anderem werden dort kommende Protestaktionen gemeinsam besprochen, die derzeit der Öffentlichkeit allerdings noch nicht preisgegeben werden. Weitere Informationen unter www.bpks.at
