„Wie viele müssen hier noch sterben?“

FF-Kommandant Karl Winter an der gefährlichen Kreuzung. An der Stelle des roten Fahrzeuges stand auch das Unglücksauto. (Foto: Marion Samol)

Die Freiwillige Feuerwehr Altenmarkt fordert die Entschärfung der „Todeskreuzung“.

„Quer auf der Böschung stand ein schwarzer BMW. Er war seitlich beschädigt und ein Notfallsanitäter lehnte sich durch das Seitenfenster“, erinnert sich Feuerwehrkommandant und Einsatzleiter Karl Winter an den Unfall auf dem A10-Zubringer bei Altenmarkt vergangene Woche, „der Sanitäter drehte sich in unsere Richtung und signalisierte, dass der Fahrer – ein 32-jähriger Halleiner – bereits tot sei. Also schnitten wir den leblosen Körper aus dem Wrack, das mit einem LKW kollidiert war.“

Kreuzung fordert jährlich vier bis fünf schwere Unfälle
Was den Feuerwehrkommandanten neben dem tragischen Unfalltoten seither noch beschäftigt, ist die Tatsache, dass an der Unglücksstelle – Kreuzung Laudersbach – jährlich vier bis fünf solch schwere Verkehrsunfälle passieren. Die Kreuzung fordert regelmäßig Schwerverletzte und Tote. „Ich weiß nicht, wie viel hier noch passieren muss, ehe man geplante Änderungen endlich umsetzt“, schüttelt der Floriani betroffen den Kopf. Bereits seit Jahrzehnten diskutiere man Entschärfungsmöglichkeiten dieser „Todeskreuzung“.

Ohne neue Anschlussstelle Reitdorf – keine Änderung
„Das Land will gemeinsam mit den Gemeinden Flachau und Altenmarkt die Errichtung einer neuen Anschlussstelle Reitdorf realisieren. Selbige würde sowohl einer Gewerbegebietsaufschließung als auch der Entschärfung der Kreuzung Laudersbach dienen. Danach würde man die Linksabbiegerelation nach Salzburg und ev. auch von Radstadt kommend schließen“, verrät Alexander Molnar vom Ressort Verkehr und Infrastruktur auf Bezirksblatt-Anfrage. Probleme bereiten aber die Kosten, denn die ASFINAG lehnt aufgrund einer Studie, die eine zu geringe Fahrzeuganzahl, welche mehr als 30 Kilometer auf der Autobahn verweilen, nachweist, die finanzielle Beteiligung ab. „Das Land steht in Verhandlung mit den Gemeinden Altenmarkt und Flachau wegen eines Zuzahlungsbetrages zu den Errichtungskosten“, so Alexander Molnar.
„Wir haben eine Lösung und die muss, nicht zuletzt wegen dieses schweren Unfalls, endlich umgesetzt werden“, weiß auch Bürgermeister Rupert Winter. Für Feuerwehrkommandant Karl Winter wäre die-
se Lösung entlastend, denn bei einer Alarmierung weiß er meistens schon, wohin er sein Feuerwehrauto lenken muss.

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