Polit-Ärger oder Feierlaune?
Grinzens feiert im Oktober Jubiläum. In die Feststimmung droht sich Polit-Zoff zu mischen.
Der westlichste Ort der Region feiert heuer das 200-jährige Jubiläum seiner Eigenständigkeit – bis zum Jahr 1811 gehörte Grinzens zu Axams. Über das umfangreiche Programm wird in den nächsten Ausgaben berichtet.
Schatten über Feierlichkeiten
Über der durchaus berechtigten Vorfreude auf die Festlichkeit liegt allerdings ein bedrohlicher Schatten – im Gemeinderat gab es zuletzt Blitz und Donner anstatt strahlenden Sonnenscheins. Sowohl die SPÖ als auch die Unabhängige Liste Grinzens stellten Bürgermeister Anton Bucher ob dessen Handlungen öffentlich an den Pranger. In einem Monatsmagazin wurden den geharnischten Protesten der Opposition gleich zweimal mehrere Seiten gewidmet.
Nicht nur die Medienlandschaft, sondern auch die Kontrollinstanzen des Landes wurden bemüht, die dem Bürgermeister allerdings – im Gegensatz zu den Zeitungsredakteuren – den Rücken stärkten.
Ärger da und dort
Vor allem die Zusammensetzung des Überprüfungsausschusses erregte die Gemüter. In diesem Kontrollgremium installierte der Bürgermeister drei Mandatare seiner Liste, denen nur zwei Gemeinderäte der Opposition gegenüberstanden, die hier keinerlei Bereitschaft zur Zusammenarbeit in Sachen Kontrollfunktion erkennen konnten. „Wo gearbeitet wird, passieren Fehler“, gesteht der Bürgermeister ein. „Es wäre durchaus denkbar, den Ü-Ausschuss auf drei Mitglieder – je ein/e Gemeinderat/rätin jeder Liste – zu reduzieren!“
Freilich hat auch Anton Bucher seinerseits Konfliktstoff ausfindig gemacht. „Im Prüfbericht Menschen an die Wand zu stellen, die ehrenamtliche Arbeit für die Gemeinde leisten, ist höchst ärgerlich“, findet der Bürgermeister.
Friedensangebot
Nicht nur aufgrund der bevorstehenden Feierlichkeiten will der Ortschef ein Angebot an die Opposition übermitteln: „Wir sollten zusammen versuchen, wieder eine Friedenssituation herzustellen, um gemeinsam für die Gemeinde arbeiten zu können. Dass der Gemeindrat nicht immer eine Wohlfühlinsel darstellt, liegt in der Natur der Sache, aber wir müssen uns wieder annähern!“ Vorderhand regiert die Vorfreude, so Bucher weiter: „Das wird ein großes Fest für unsere ganze Gemeinde, bei dem viele Menschen etwas einbringen. Ich freue mich darauf.“
Ob die Opposition dies auch so sieht, wird in den nächsten Ausgaben beleuchtet.
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http://regionaut.meinbezirk.at/axams/chronik/200-j...
