Weihnachtslied "Stille Nacht" hat sechs Strophen, drei davon sind weitgehend unbekannt

Das Autograph VII von Franz Xaver Gruber entstand um 1860 in Hallein, wo Gruber 1863 verstarb. Es befindet sich in der Bibliothek des Salzburg Museums (Foto: Stille-Nacht-Gesellschaft)

In einem Appell der Stille-Nacht-Gesellschaft zum Weihnachtsfest 2011 weist die Gesellschaft darauf hin, “alle sechs Strophen erleben – als Geschenk und als Botschaft!

Präsident Neureiter: “Es geht um das ganze Lied und um seine ganze Botschaft: als Anregung der persönlichen Besinnung, zur Prägung der gemeinsamen Festkultur, zur Förderung des weltweiten Friedens!

Drei wenig bekannte Strophen
“Das Welt-Friedenslied ‘Stille Nacht! Heilige Nacht!’ ist ein Geschenk und eine Botschaft aus Salzburg. Es hat sechs Strophen, wird aber meist auf drei Strophen reduziert. Wir laden dazu ein, es ganz anzunehmen, weil mit den leider unbekannten drei Strophen vieles verloren geht!” appelliert der Präsident der Stille-Nacht-Gesellschaft, Michael Neureiter, zum bevorstehenden Weihnachtsfest an alle, die zur Verbreitung des Lieds und aller seiner sechs Strophen beitragen können.

3., 4. und 5. Strophe gerieten in Vergessenheit
In den Handschriften von Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber wurden immer alle sechs Strophen angeführt. Erst mit der Verbreitung des Lieds in die ganze Welt im 19. Jahrhundert wurde es dann verkürzt, meist wurden dann die erste und die zweite Strophe mit der sechsten abgerundet, die 3., 4. und 5. Strophe gerieten in Vergessenheit. “Und auch diese Strophen haben es in sich – das Heil für die Welt, die Völker der Welt, die Schonung aller Welt!” betont Neureiter.

Ein völkerverbindendes Welt-Friedenslieds
Die Stille-Nacht-Gesellschaft lädt insbesondere auch die Medien dazu ein, das ganze Lied und seine ganze Botschaft zu verbreiten, meint Neureiter: “Wir sind zuversichtlich, dass ‘Stille Nacht! Heilige Nacht!’ im neuen Gesangbuch ‘Gotteslob’ für den ganzen deutschen Sprachraum enthalten sein wird! Wir laden gerade in einer kritischen Zeit für diese Welt ein, das völkerverbindende des Welt-Friedenslieds zu nützen – zur Anregung der persönlichen Besinnung, zur Prägung der gemeinsamen Festkultur, zur Förderung des weltweiten Friedens!”

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