250 Unterschriften gegen Mast
Die Telekom Austria möchte einen Handymast im Heidewald errichten. Die Anrainer wehren sich.
KEMATEN. (AK) Bereits im Jahr 2010 plante A1 einen Sendemast in der Forstheide zu errichten. Gemeinde und Anrainer brachten das Vorhaben jedoch zu Fall. Nun scheint es so, als würde der Handymast im Heidewald doch kommen.
Nur unweit vom bereits 2010 abgelehnten Standort entfernt, auf der gegenüberliegenden Straßenseite, soll der Mast errichtet werden. Geht es nach der Gemeinde, soll es nicht so weit kommen. Der positive Bescheid der Bezirkshauptmannschaft beim naturschutzrechtlichen Verfahren wurde von der Gemeinde beeinsprucht, die Bedenken vom Land NÖ jedoch abgewiesen. Der Ausgang des forstrechtlichen Verfahrens ist derzeit noch offen. „Wir möchten nun ein klärendes Gespräch mit der Telekom führen“, so Bgm. Juliana Günther.
Kritik der Opposition
Kritik am Vorgehen der Gemeinde kommt von der Opposition. Man habe beim baubehördlichen Verfahren, bei dem die Gemeinde die Baubehörde erster Instanz ist, zu lange gewartet, so SPÖ-Ortsparteivorsitzender Dieter Fischböck. „Das Ansuchen der Telekom wurde zu lange unbeachtet liegen gelassen.“
„Das stimmt nicht“, wehrt sich Bgm. Günther, „von diesen blöden Spielchen hab ich genug.“ Auch für die Bürgermeisterin sei der neue Standort überraschend gekommen.
Indessen haben sich auch die Anrainer formiert und, wie schon 2010, Unterschriften gegen das Bauvorhaben gesammelt. An die 250 Unterschriften wurden vergangene Woche an Bgm. Günther übergeben. Initiator Johann Schlöglhofer macht sich Sorgen um die Gesundheit der Anrainer. Ihm stößt auf, dass die betroffene Bevölkerung erst aus der Presse und erst Monate nach dem Einlangen der Bauanzeige der Telekom Austria am Gemeindeamt von dem Bauvorhaben erfahren habe. „Wir waren überrascht, dass das noch ein Thema ist“, so Schlöglhofer. Die Funkabdeckung im betroffenen Gebiet sei ausreichend.
Abdeckung reicht nicht aus
Anders sieht dies die Telekom: „Die Grundversorgung ist hier überhaupt nicht gegeben“, so Unternehmenssprecherin Livia Dandrea. Die ansässigen Firmen seien an den Mobilfunkbetreiber mit dem Wunsch herangetreten, das Funknetz hier auszubauen.
