Der Wald als Kapital
Wenn schwere Maschinen mit großen Greifern Bäume pflücken als wären sie Streichhölzer und dabei rundum alles niederwalzen, dann tut das zwar in der Seele weh, doch es ist Stand der Technik in der modernen Forstwirtschaft. Auch der Wald ist in unserem Wirtschaftssystem für einen Unternehmer in erster Linie Kapital. Ganz anders natürlich für die Erholung Suchenden und Spaziergänger. Sie wollen sich in der Natur entspannen oder sportlich betätigen. Kein Wunder, dass diese zwei unvereinbaren Standpunkte im Fall der Forstheide nun aufeinanderprallen. Dass sich ein Naherholungsgebiet mit beinharter Ökonomie nicht verträgt, hätte man aber schon ahnen können, als Matthias Hatschek die Forstheide von den Bundesforsten kaufte. Die Gemeinde konnte oder wollte die Mittel dafür damals nicht aufbringen. Den Schotterabbau kann sie nun vermutlich verhindern, weil die Mineralrohstoffgesetze im Landschaftsschutzgebiet streng sind. Für die forstliche Nutzung trifft das nicht zu. Hier kann sie nur hoffen und warten, was vom Heidewald noch übrig bleibt, wenn die Hatschekforste ihn ausgenutzt haben.